Peacmaker40
27. April 2009 - 18:25 Uhr
In einem anderen Forum fand schon mal eine ähnliche Diskusion zur Online Spielsucht statt. Und weil ich gerade dieses Thema persöhnlich sehr interessant finde, starte ich es einfach mal.
Viele Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens vorm PC, schränken andere Tätigkeiten stark ein und isolieren sich von der Umwelt. Für viele bestimmt das Spiel das Leben einer Person. Für einige, die beim spielen vergaßen zu essen, trinken und schlafen, führte das bereits zum Tod. Es sind mehrere Fälle bekannt, dass Menschen vor Erschöpfung am Computer starben.
Doch das Spielen hat für jeden eine andere Funktion. Manche tun es aus langeweile, manche weil sie private Probleme haben, und manche weil sie einfach nur gefallen an fantasievollen virtuellen Welten finden. Aber ab wann wird das zur Sucht?
Es gibt Personen die fast kein reales Leben mehr führen, und Freunde, Familie oder Partnerschaft vollkommen vernachlässigen. Es gibt aber auch diese Spieler, die schon vorher keine Freunde hatten, und gerade deshalb im Internet nach Kommunikation suchen, sie sie im echten Leben nicht haben. Denn im Spiel kann jeder sein wer oder was er will / oder was er im realen Leben gerne wäre..Deshalb gibt es für manche kaum perspektiven und sie flüchten in die virtuelle Welt um wenigstens dort jemand zu sein.
Hier ein Zitat von Psychologen der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe der Charite (Universitätsklinik Berlin), welche Onlinesüchtige untersucht haben: "Zusammenfassend kann man sagen, dass die Muster von exzessiven Computerspielern und Alkohol- oder Cannabissüchtigen vergleichbar sind. Das Belohnungssystem wird aktiviert und die positiven Erfahrungen in einem Suchtgedächtnis im Gehirn gespeichert".
Aber nun zum eigentlichen. Was habt ihr zum Thema zu sagen? Wann beginnt für euch die Sucht, wie lange spielt ihr selber, und wie sehr beeinträchtigt dass euer Umfeld?
Ich bin gespannt auf eure Antworten.
IBM768
27. April 2009 - 18:35 Uhr
Für mich beginnt die Sucht, wenn man nichts mehr tut außer spielen!
Solange man gut in der Schule ist, Freunde nicht vernachlässigt und seinen anderen Pflichten im Rl nachkommt, ist diese Person für mich NICHT süchtig, auch wenn sie 10h pro Tag spielt.
Ich persönlich spiele auch gern und recht häufig, bin aber gut in der Schule, hab Freunde und mach anderes im Rl.
Also mein Umfeld hat sich nicht sehr verändert, seit ich Rs spiele. (Außer die durchzockten Nächte

)
Jo, mehr kann ich dazu auch nicht sagen.
Und viel Glück bei deinem Referat morgen
Ibm
Peacmaker40
27. April 2009 - 18:36 Uhr
Danke für die 1 klare Antwort.
Und Danke

Herox 4
27. April 2009 - 18:51 Uhr
Spielsucht... Schwierig zu erklären, da viele Leute das unterschiedlich sehen, also meine meinung ist:
Wenn man zu viel spielt, wenn man keine zeit mehr für was anderes hat, wenn man alles andere vernachlässigt, wenn man Schule schwänzt(!!!!!) nur weil man spielen will, sowas eben
Quoten0ssi
27. April 2009 - 22:38 Uhr
Also es gab bei mir mal Zeiten wo ich selber nichmehr merkte das ich mich grad ebissl sehr reinvertieft habe und auch von sucht sprechen würde auch durch das beschriebene Belohnungssystem hatte halt irl sehr viel stress und zog mich dann immer weiter in die virtuelle welt zurück irgendwann merkte ich dann selber ne so geht das nich und hab mich wieder davon abgewendet nun ist es so das ich trotzdem gern und viel spiele aber mein soziales umfeld nicht im stich lasse.. ich finde für mich persönlich sucht beginn dann wenn man zu faul is für andere dinge und dann noch eben schnell dies eben schnell das machen muss in dem spiel/chat oder sein soziales umfeld vernachlässigt bzw ein alles nervt was grade nich ums spiel geht.. wie gesagt ich selber würde sagen ich war mal süchtig aber bin es denk ich nichtmehr - heute z.b. hat ich den drang nach draussen zu gehen da ich einfach keine lust hatte auf computer dann habe ich vor kurzen meine ganze bank in runescape durch eigenverschulden leergeräumt aber auch das interessiert mich kaum da ich denke es sind nur pixxl klar ist es ärgerlich da ich für diese pixxl zahle was wohl in gewisser hinsicht auch etwas suchtverhalten darstellt finde ich - das wars soweit erstma hierzu
Mfg
Manu
Lauri7x3
28. April 2009 - 09:37 Uhr
bei spielsucht hat mich eing nix unterschiedlich zu sehn da spielsucht seit neustem eine anerkannte sucht ist,die auch bestimmt symptomen folgt wie zb. abbruch sozialer kontake und völliger rückzug..
und nur weil man "nolifed" wie bekloppt muss man noch lange nich süchtig sein..
Meister Rahl
28. April 2009 - 11:33 Uhr
Ich persönlich halte es für kritisch dabei wirklich über Sucht zu reden.
Soweit ich weiß gehen die Meinungen dabei durchaus auseinander. Auf jeden Fall ist Spiel- oder Online"sucht" nicht so einfach mit anderen Arten von Sucht vergleichbar. Besonders da viele die schnell als süchtig bezeichnet werden, es eigentlich nicht sind. Das Problem dabei ist einfach die Grenzen zu ziehen.
Was das sehr exzessive Spielen angeht kann ich nicht wirklich mitreden, aber viele die bereits sehr viel spielen und sich deutlich aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen weisen doch einige typische Symptome von Sucht oftmals nicht auf. Ganz wichtig ist dabei das es an Entzugserscheinungen mangelt. Zudem ist das ganze meist eine Mischung aus bereits vorhanden Problemen (Phobien besonders die soziale, Depressionen, allgemeine soz. Probleme) und dem Rückzug in eine virtuelle Welt.
Klassische Suchttherapie ist dabei auch wohl nicht annähernd so erfolgreich wie bei anderen Suchtproblemen, viel mehr muss sich auf das ursprüngliche Problem das die Leute in diese Zurückgezogenheit trieb konzentriert werden.
Das (Wieder-)Erlernen von sozialen Fähigkeiten steht da auch mit an erster Stelle.
Genauso ist die Chance eines Rückfalls deutlich niedriger als bei einer anderen Sucht, was wohl daran liegen mag das im Gegensatz zu den meisten anderen Suchtproblemen wie Drogen-, Alkohol-, Zigaretten- oder Esssucht die körperliche Abhängigkeit fehlt.
Es ist eben ausschließlich die Stimulation des Belohnungssystem sowie das Ablenken von realen Problem die diese "Sucht" ausmacht, Drogen oder Alkohol sind da ein ganz anderes Level, weshalb ich die Vergleiche damit auch gar nicht mag.
Wenn die Therapie erfolgreich war können die Leute oft mit ihrem Medienkonsum ganz normal umgehen, während Alkoholabhängige zum Beispiel für immer die Finger von der Flasche lassen müssen weil schon ein Bier einen Rückfall auslösen kann.
Außerdem beobachte ich das es viele gibt die anstatt gefährlich abhängig zu werden noch die Kurve kriegen und ohne Hilfe ihren Konsum unter kontrolle bekommen, wie zum Beispiel bei Quotenossi oder mir.
Ich denke Drogen- oder Alkoholabhängigen fällt sowas deutlich schwerer, aber das ist wie gesagt wirklich nur meine subjektive Empfindung. Aus Ermangelung meiner Erfahrung mit Alkohol- oder Drogensucht darf diese an dieser Stelle bezweifelt werden. Allerdings ist es für mich logisch, da wie gesagt die körperliche Komponente der Abhängigkeit fehlt.
Nun kurz zusammengefasst:
Spiele- bzw. Onlinesucht hat einige Gemeinsamkeiten mit anderen Arten von Sucht, erfordert aber zur Heilung eine andere Herangehensweise und ist im Gegensatz zu Drogen- oder Alkoholsucht vollständig heilbar und hinterlässt keinerlei direkte physische Schäden sowie keine dauerthaften psychischen Schäden.
Die Gefährlichkeit ist an sich deutlich geringer. Todesfälle sind möglich aber im Verhältnis zu anderen
Suchten sehr selten. (besonders da man nur deshalb stirbt weil man vergisst zu trinken, essen oder schlafen und es keine tödlichen Überdosen gibt wie bei Giften wie Drogen, Alkohol oder Fett)
MfG, Rahl
P.S.: Ich verfüge zwar über einige Erfahrungen in diesem Bereich (auch weil ich ein paar Abhängige verschiedener arten von Sucht kenne) und hab mir einiges an Wissen erarbeitet, nichtsdestotrotz beruht vieles nicht auf wissenschaftlich erwiesenen Tatsachen, was auch daran liegt das die Forschung in diesem Bereich zwar fortgeschritten ist, aber weit davon entfernt ist bereist ein 100% klares Bild zu haben.
Dementsprechend sollte man meine Informationen auch behandeln.
seblenz
28. April 2009 - 15:29 Uhr
Jeder Mensch ist süchtig, die Frage ist bloß ob sich die Sucht auf eine Abhängigkeit ausweitet. Erst dann wird es kritisch.
MFG, Seblenz
jiraya2112
30. April 2009 - 14:52 Uhr
würd ich nicht sagen, weil es 1. alkoholsüchtig und nich akoholabhängig genannt wird.
2. Essen auch eine Abhängigkeit ist. du kannst nich aufhören zu essen.
Übrigens: Diesen Thread gibts schonmal. wurde sogar von dir erstellt, Skillerin. wenn du dich schon in einem Forum erkundigen willst, dann solltest du das nich erst einen Tag davor tun

Jero
30. April 2009 - 15:45 Uhr
IBM768 sagte am 27.04.2009, 18:35:
Für mich beginnt die Sucht, wenn man nichts mehr tut außer spielen!
Solange man gut in der Schule ist, Freunde nicht vernachlässigt und seinen anderen Pflichten im Rl nachkommt, ist diese Person für mich NICHT süchtig, auch wenn sie 10h pro Tag spielt.
find ich auch wenn man sein rl aufrechterhalten kann und leistungen bringt mag es in der arbeit oder schule oder uni sein denke ich nicht dass wenn man mal länger spielt schlimm is
artzt2
30. April 2009 - 17:34 Uhr
Jero sagte am 30.04.2009, 15:45:
IBM768 sagte am 27.04.2009, 18:35:
Für mich beginnt die Sucht, wenn man nichts mehr tut außer spielen!
Solange man gut in der Schule ist, Freunde nicht vernachlässigt und seinen anderen Pflichten im Rl nachkommt, ist diese Person für mich NICHT süchtig, auch wenn sie 10h pro Tag spielt.
find ich auch wenn man sein rl aufrechterhalten kann und leistungen bringt mag es in der arbeit oder schule oder uni sein denke ich nicht dass wenn man mal länger spielt schlimm is
Meiner Meinung nach ist dies ebenfalls meine Begründung. D.H. keine Zeit mehr für Fruende und Familie.=> Nur noch am Pc sizten. Schlecht in der SChule.
john c1ena
30. April 2009 - 17:46 Uhr
Spielsucht ist für mich das man nciht mehr vom computer weg kommt!
Über nichts anderes Reden!
Und das man Freunde die Schule und das Real-Life vernachlässigt!
Bei mir ist es gott sei dank nicht so aber ich passe immer auf das so etwas nicht passiert!
Mfg John
cedi gc
30. April 2009 - 18:13 Uhr
Meister Rahl sagte am 28.04.2009, 11:33:
Ich denke Drogen- oder Alkoholabhängigen fällt sowas deutlich schwerer, aber das ist wie gesagt wirklich nur meine subjektive Empfindung. Aus Ermangelung meiner Erfahrung mit Alkohol- oder Drogensucht darf diese an dieser Stelle bezweifelt werden.
So dann dann geb ich dir mal die Bestätigung dass es tatsächlich so ist. Selbsterfahrung ftl, also nicht ich sondern mein Dad hatte über Jahre das Problem bis vor 1 jahr noch selber.
Ich selber war auch mal süchtig gebe ich ganz offenherzig zu. Der Grund dafür war wohl die Scheidung meiner Eltern und das Verhalten meines Vaters wenn er wieder mal zur Flasche gegriffen hatte. Der einzige Ausweg war für mich die virtuelle Welt. Ich habe mich täglich mehr und mehr in die virtuelle Welt hineingesteigert bis ich vor ca einem Jahr gemerkt habe dass ich sehr viele meiner Freunde vernachlässigt habe und einfach fast nie mehr draussen war etc. Auch in der Schule ging es rapide bergab dass ich eine Klasse wiederholen musste. (Allerdings jetzt wieder gleiche Altersstufe mit Freunden da ich mal eine früher übersprungen habe). Naja ich habe mehrmals gequitted das stimmt abre immer wieder zurück gekommen da es wieder rückfälle meines Vaters und so gab. Mittlerweile habe ich ein gesundes Mass zwischen der virtuellen und der realen Welt gefunden. Wenn ich mal nichts zu lernen habe oder es regnet draussen wie die Sau dass ich ned rausgehen kann, setz ich mich halt lieber an den Laptop als sonst was zu machen. Klar kann es sein dass ich am Weekend mehr als 4 Stunden am Tag am Laptop bin aber ist eher selten. Manchmal logg ich mich auch in Rs ein um mit ein paar virtuellen Freunden mich zu unterhalten, aber das auch nur wenn gerade niemand gescheites in Msn oder so ist =)
FAZIT:Das Wort Sucht hat mich die letzten 7-8 Jahren ziemlich brschäftigt und ich kann sagen dass für mich jemand süchtig ist, wenn er sein soziales Umfeld vernachlässigt und sich nur noch im virtuellen Raum herumtreibt.
Eine Frage zum Schluss: Kann es sein dass Leute die private oder berufliche Probleme haben schneller nach etwas süchtig werden? Sei es jetzt Drogen, Alkohol oder die Spielsucht? (virtuelle Welten, Casino etc.)
Mfg, cedi
RSFAN345
03. Mai 2009 - 20:22 Uhr
Ich persöhnlich muss sagen zock sehr viel am Tag,aber ich halt mich nicht für süchtug denn ich vernachlässige nichts,geh immer in die Schule und kümmer mich auch um die Schule und meine Haustiere^^(geh mit Kumpels mal irgentwo hin und Solche sachen eben)
Dieser Beitrag wurde von RSFAN345 bearbeitet: 03. Mai 2009 - 20:23 Uhr
Angrylucas
03. Mai 2009 - 20:28 Uhr
gleiche meinung wie rsfan ich sage lieber spielsüchtig als drogen/alkohol/gewalt-süchtig