Erek007 sagte am 28.01.2009, 19:05:
Meiner Meinung möchte Jagex schon lange den Goldbestand im Spiel reduzieren.
Ein paar Beispiele für dazu:
3. Miscellania:
Man erwirtschaftet Gewinn ohne selbst etwas dafür zu tun, man braucht nur ein kleines Startkapital. Wer nützt diesen Vorteil nicht?
Das im Reichsbeutel deponierte Geld wird täglich gegen Massengüter (Rohstoffe) getauscht. Für Jagex haben diese Rohstoffe keinen richtigen Goldwert, da es meines Wissens nur 2 Wege gibt, einen Gegenstand direkt in Geld zu verwandeln: ihn in einem Shop zu verkaufen oder ihn zu alchen. Beides wäre wirtschaftlich nicht logisch, da die Alchwerte/Shoppreise von Rohstoffen meinst nur einen Bruchteil des Marktwertes betragen. So verkauft man die Gegenstände in der Markthalle oder verbraucht sie selbst. Das Geld welches täglich aus dem Reichsbeutel geht ist also aus dem Spiel.
Natürlich will Jagex den Goldbestand reduzieren. Ohne das bekämpfen der Inflation würde die Wirtschaft in RS vermutlich schon längst am Boden liegen. Es gibt tatsächlich Beispiele aus der Onlinespielebranche das sowas passieren kann, also muss man da auf der Hut sein, besonders bei einem so komplexen und recht realitätsnahen Markt wie den von Runescape.
Ich kann dir nicht wirklich zustimmen das Miscellania viel Geld aus dem Spiel nimmt. Schaut man sich einmal an was aus dem Gütern dort hergestellt wird kann man das durchaus anders sehen.
Fische, Ahornscheite (und nester), Kohle und Flachs.
Ahornscheite und Nester verbrauchen das Geld tatsächlich. Außer der Nutzung für Bognerei und dem anschließenden Verkaufen in Laden gibt es da keinerlei Möglichkeit Geld ins Spiel zu bringen. Als wichtiger Junk erhöht der Maple-Long aber immerhin den Umlauf von Geld.
Nun Fische bringen auch kein Geld ins Spiel, dürften aber auch noch am wenigsten genutzt sein.
Kohle und Flachs hingegen bringen eine Menge Geld ins Spiel.
Kohle in Endform von geschmiedeten Rüstungen und Waffen die gealcht werden und Flachs in seiner Verwendungsform als Bogensehne für Eiben- und Magielangbögen erst recht.
Ohne Miscellania würde die Preise für Barren und alchbare Bögen wohl ansteigen, vielleicht nicht viel, weil sie durch Preissenkungen bei Scheite und Erzen ausgeglichen würden, allerdings dabei auf Kosten der Menge dieser Rohstoffe.
Besonders bei Metallen würden viele einfach auf Bolzen und Pfeispitzen umsteigen deren Wert ja mitsteigen würde, während Alchpreise identisch blieben.
Da Kohle und Flachs durch ihren stabilen Gewinn (im Verhältnis zum zufälligen Gewinn bei Nestern) sehr häufig genutzt werden und beide Rohstoffe durch ihre Endverwendung eher Geld erschaffen, dürfte Miscellania wohl nicht wirklich die Menge an Goldmünzen verringern. Gegen die Inflation hilft es aber wohl dennoch, weil dadurch mehr Geld im Umlauf ist und Goldmünzen mehr Gegenwerte haben.
Erek007 sagte am 28.01.2009, 19:05:
Ziemlich gleich verhält es sich mit Cluegegenständen. Ihr Alchwert liegt bei ein paar Goldmünzen, ihr Marktwert liegt hingegen ziemlich hoch. Cluegegenstände zu alchen wär also ein totales Verlustgeschäft. Also ist ein teurer Gegenstand an sich nichts wert, er symbolisiert nur den Anspruch auf eine bestimmte Geldmenge, ähnlich wie Aktien. Nur im Gegensatz zu Aktien wird in Runescape mit "realem" Geld gehandelt, in der richtigen Welt mit Zahlwerten. Diese Zahlwerte können sinken und sind so verschwunden, wie es die Weltwirtschaft zur Zeit durchlebt. Sie sind eben nicht wirklich vorhanden. Beide Seiten sind also betroffen: die, die Aktien besitzten, und die, die die Aktien ausgeben. Das Geld in Runescape ist jedoch vorhanden. Wenn die Mh-Preise sinken, hat derjenige, der die Aktie besitzt, Pech gehabt. Dem, der ihm die Aktie gegeben hat, ist es egal. Er hat sein Geld, der Wert von diesem sinkt nicht.
Daraus folgt: Durch mehr oder weniger Cluegegenständen ändert sich er Geldbetrag der im Umlauf ist nicht. Wieso wird die Droprate dann verändert? Meiner Meinung nach ist die Manipulation der Seltenheit sinnlos!
Um den Wert des Geldes zu erhalten muss dafür ein Gegenwert existieren. Ob dieser dabei eher künstlich geschaffen ist, zum Beispiel in Form von Statussymbolen, ist erstmal egal, nur ist der Wert instabiler. Das kann man auch gut an der jetztigen Wirtschaftskrise erkennen. Die deutsche Autoindustrie ist stark in den mittleren und oberen Preissegmenten. Man bietet Qualität, Komfort und ganz wichtig einen großen Namen (also Status) und kann dafür deutlich mehr verlangen als andere. Doch die Vorteile sind für den oftmals deutlich höheren Preis meist nicht sehr groß. Man hat zwar mehr Sicherheit und Komfort, aber oftmals auch einen höheren Verbrauch. Fürchtet man um sein Geld ist man am ehesten bereit bei Komfort und Prestige Abstriche zu machen, immerhin sind kleine Autos nicht nur billiger sondern auch Verbrauchsarm und günstiger zu Unterhalten. Unfälle passieren ja eh nur anderen, also ist Sicherheit auch nicht so wichtig. Und ganz schnell ist ein BMW nur noch denen was wert bei denen es immer noch rosig aussieht in der Brieftasche, während ein einfacher Wagen seinen wichtigen praktischen Nutzen behält. (so gesehen bin ich sehr dankbar für die Krise, ich hasse Xenonlichter)
In RS ist das gar nicht soviel anders. Nur war es nie vorgesehen das Zammyseiten zu einem Statussymbol für BMW Fahrer werden. Die Frage ist ob Jagex tatsächlich die "Droprate" verringert hat, oder ob sich die geringere Menge an Seiten nicht schon dadurch erklären lässt das die vielzahl an neuen Clueitems einfach die Wahrscheinlichkeit des Erscheinens der alten Gegenstände verringert hat. Immerhin waren auch die Götterrüstungen mal deutlich weniger wert als jetzt.
Das eine einzlene Zammyseite mehr wert ist als ebendiese verzierten Runitrüstungen hat Jagex vermutlich einfach nicht gefallen, besonders da der praktische Nutzen der Götterbücher auch mit der Zeit nicht gerade gestiegen ist (früher haben Meleer und Mages die auch benutzt, jetzt gibts aber Defender und Magierbücher).
Von daher ist es nur logisch das sie die Menge dieser Gegenstände wieder erhöhen wollten.
MfG, Rahl
Dieser Beitrag wurde von Meister Rahl bearbeitet: 29. Januar 2009 - 08:37 Uhr