Shobi sagte am 2.05.2010, 17:27:
Zur Lösung.. wäre daür, dass die alles abfackeln... wäre wohl das einzige , was bei der Menge noch geht.
das haben die schon versucht
is aber auch nicht gegangen
hab was im internet gefunden
habs selber no net gelesen

:
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Ölteppich breitet sich schneller aus als erwartet
vom 02.05.2010 | dpa, apn, AFP
Der Ölteppich im Golf von Mexiko nimmt immer gewaltigere Ausmaße an. Ein Ende ist dabei nicht abzusehen, da das Öl weiter ungehindert aus dem Bohrloch der untergegangenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" strömt. Zwar erreichte bis Sonntag nur wenig Öl die Küste, angesichts des immer weiter wachsenden Ölteppichs machte sich bei den Menschen an der Küste von Louisiana aber Verzweiflung breit. Sie sehen ihre Lebensgrundlagen in Gefahr.
Der Ölteppich vor der Küste Louisianas wird immer größer und könnte bald auch weitere Bundesstaaten erreichen. (Foto: Reuters)
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US-Präsident Barack Obama will sich selbst ein Bild von der Lage machen. Er wird gegen 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Küste erwartet. Zuvor war Kritik laut geworden, die US-Regierung habe nicht schnell genug auf die drohende Ölpest an weiten Küstenabschnitten reagiert.
Starke Winde behindern Arbeiten
Bisher konnte das Öl nicht aufgehalten werden. Zudem spielt das Wetter nicht mit: Heftige Winde legten am Samstag die verzweifelten Versuche, den Ölfilm in Schach zu halten, weitgehend lahm. Erst im Laufe der Woche, so Meteorologen, wird eine deutliche Verbesserung erwartet. Starke Winde und heftiger Seegang hatten am Samstag das Absaugen des Öls und das Auslegen von Barrieren auf dem Wasser behindert. Südliche Winde drückten das Öl weiter in Richtung Küste, und teilweise waren die Wellen so stark, dass sie über die schwimmenden Schutzwälle schwappten, die an mehreren Stellen auch durch den Druck des Wassers auseinandergerissen wurden.
Vorwurf: Kein Konzept für Schutz der Küste
Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, kritisierte den Ölkonzern BP, weil dieser nach seinen Angaben noch immer kein Konzept für den Schutz der Küste vorgelegt hat. Entsprechende Pläne habe er bereits vor mehr als einer Woche angefordert, so Jindal. Der Ölteppich "bedroht buchstäblich unsere Lebensweise", erklärte er.
Hoffnung auf schnelle wirtschaftliche Hilfe
An der Golfküste grassiert immer stärker die Angst vor einer Katastrophe mit schweren wirtschaftlichen Folgen. Nicht nur, dass die Golfküste Amerikas reichste Ausbeute an Shrimps und Austern bietet: Viele Menschen in den bedrohten Anliegerstaaten von Texas bis Florida leben vom Tourismus. Die Hoffnungen konzentrierten sich darauf, dass Obama vor Ort feste Zusagen für rasche wirtschaftliche Hilfen macht.
Größte Gefahr noch auf dem Meer
Am Sonntag hatten sich weitere dünne Ausläufer des Ölteppichs in die Kanäle zwischen kleinen Inseln vor der Küste Louisianas geschlichen. Die Hauptgefahr geht aber von den schweren verklumpten Ölflecken aus, die noch Kilometer entfernt draußen auf dem Meer schwimmen. Der Chef der US-Küstenwache, Admiral Thad Allen, sagte, bis zum Montag werde voraussichtlich das erste Öl auch an den Küsten der Bundesstaaten Mississippi und Alabama eintreffen. Alles hänge jedoch von der Wetterlage und den Windrichtungen ab. Aus Louisiana habe es zunächst keine Berichte gegeben, dass an der dortigen Küste schweres Öl angelandet sei, sagte Allan, den Obama am Samstag zum Einsatzchef im Kampf gegen die Ölpest ernannt hatte.
Unklar, wie viel Öl tatsächlich austritt
Sorgen bereitete Experten vor allem die Tatsache, dass sich die Größe des Ölteppichs innerhalb eines Tages fast verdreifachte. Das Öl breite sich weit schneller aus als bislang gedacht, erklärte Hans Graber von der Universität von Miami nach der Auswertung von Satellitenbildern. Hatte der Ölteppich am Donnerstag noch eine Größe von fast 3000 Quadratkilometern, so waren es am Freitagabend rund 9900 Quadratkilometer. Das entspricht ungefähr der Hälfte der Fläche von Rheinland-Pfalz. Strittig war auch weiter, wie viel Öl eigentlich unter Wasser an dem geborstenen Bohrloch austritt. Ein Sprecher der Küstenwacht erklärte am Samstag, es seien nahezu 800.000 Liter, die jeden Tag hinzu kämen. Wenig später sagte hingegen Allen, es sei völlig unmöglich eine genaue Schätzung abzugeben, da das Leck in rund 1500 Metern Tiefe liege.
Hauptbohrloch soll mit Schlamm und Beton geschlossen werden
Um das austretende Öl zu stoppen, wurden Chemikalien zum Auflösen des Öls auch unter Wasser eingesetzt, damit dieses erst gar nicht an die Oberfläche kommt. Außerdem wird ein weiteres Loch in der Nähe des beschädigten Bohrlochs gebohrt, um das Hauptbohrloch mit Schlamm und Beton zu schließen. Das kann aber bis zu drei Monate dauern.
Tiere bedroht
Dutzende Tierarten sind von der Ölpest im Golf von Mexiko bedroht. Fische, Krebse, Säugetiere und viele Vogelarten leben in dem ökologisch empfindlichen Mündungsgebiet des Mississippi und den Sumpfgebieten von Louisiana. Doch nicht nur heimische Tierarten, sondern auch viele Zugvögel sind in Gefahr. Besonders bedroht sind laut Umweltschützern die Großen Tümmler und Pottwale. Pottwale, die die Gewässer südlich und östlich des Mississippi-Deltas als Kinderstube nutzen, hätten die Auswirkungen vermutlich schon zu spüren bekommen, da dieses Gebiet bereits direkt von dem Ölteppich betroffen sei, sagt Michael Jasny, Spezialist für Seetiere.
Katastrophe könnte noch schlimmer werden als "Exxon-Valdez"
Der auf die Küste zutreibende Schlick könnte ganze Populationen der Großen Tümmler zerstören, da diese ohnehin nur aus mehreren Dutzend Tieren bestehen. Das Öl kann sich auf die Haut der Säugetiere legen und so zum Erstickungstod führen, aber auch beim Einatmen tödlich wirken. Umweltschützer befürchten mittlerweile ein noch schlimmeres Ausmaß als das der "Exxon-Valdez"-Katastrophe. Die Havarie des Tankers 1989 vor Alaska gilt als bisher größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte.
Ausbreitung bis nach Florida befürchtet
Sorgen bereitete Wissenschaftlern auch, dass das Öl in Meeresströmungen kommen könnte, die es innerhalb kürzester Zeit bis zur Küste von Florida spülen. Die Justizminister von Alabama, Florida, Mississippi, Louisiana und Texas wollten am Sonntag über die rechtlichen Optionen beraten, den Auswirkungen des Ölteppichs zu begegnen. Dazu zähle auch die Möglichkeit, BP und andere Firmen zu verklagen. BP betreibt die Ölbohrplattform, deren Havarie am 20. April die Katastrophe auslöste.
Gefahren heruntergespielt
BP hat nach eigenen Angaben das Ausmaß der Katastrophe nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" völlig unterschätzt. Aus einer Risikoanalyse von BP für die Bohrinsel "Deepwater Horizon" geht hervor, dass der Konzern die Möglichkeit eines Unglücks mit katastrophalen Wirkungen heruntergespielt hat. In der 52 Seiten umfassenden Einschätzung heißt es, ein Unfall mit ernsten Umweltgefahren sei unwahrscheinlich oder nahezu unmöglich. Was sich im Golf von Mexiko ereignet habe, sei beispiellos, sagte ein Sprecher. "So etwas haben wir noch nicht erlebt, einen Ausbruch in dieser Tiefe."