glas sagte am 7.04.2011, 11:16:
Rahl, dein Post ist so dermaßen einsichtig, da könnte ich kotzen, weil ich weiß, dass du auch die Vorteile kennst und sie einfach unterschlägst
Ich gratuliere, du hast es geschafft, Rahls wörtlich genannte Zwiespalt und Verständnis für beide Seiten als Zwiespalt und Verständnis für beide Seiten zu erkennen. Warum du dann scheinbar leider aufgehört hast, den Absatz weiterzulesen, was angesichts der Tatsache, dass Rahl mit Universalheilung, Unsterblichkeit und Unabhängigkeit von Maschinen tatsächlich Vorteile genannt hat, ungünstig ist, versteh ich weniger.
Eine reiche Ernte bringt einem Bauern im Übrigen nicht viel, wenn er dafür, wie in Rahls nicht unbedingt unrealistischem Szenario, von anderen Menschen abhängig zu sein. Unter Menschen ist Abhängigkeit die Vorstufe zum Zwang, das wiederum ist im Umkehrschluss das Fehlen von Freiheit (Gruß an Friedrich August.)
glas sagte am 7.04.2011, 11:16:
Wieso der Mensch ein Affe sein soll verstehe ich auch nicht. Die welt wird immer wissenschaftlicher und wirtschaftlicher. Grade dadurch, dass durch genmanipulierte(das wort hört sich übertrieben an) Pflanzen der ertrag deutlich zunimmt, kann zB der Welthunger bekämpft werden. Und dass Genmanipulation gefährlich ist, ist nicht bewiesen.
Wissenschaft/Wirtschaft (letzteres ist egtl nur ein Teil des ersten) sind Gedankenkonstrukte, die vom Menschen erzeugt worden sind. Ausnahme bilden da selbstverständlich die Naturwissenschaften, deren Phänomene ja quasi mit auf der Urknall-Broschüre Modell Erde standen. Anderer Ansatz: Menschen sind deshalb Affen, weil sie Tiere sind (er hat sich aus einem anderem Tier entwickelt, zumindest körperlich, wird als solches bezeichnet usw, von daher bitte hier nicht eine andere Diskussion ansetzen). Tiere handeln im Unterbewusstsein nach dem, was ihnen ihr Instinkt sagt. Das war schon immer so und ist auch jz der Fall (Drang zur Fortpflanzung (genannt sexuelle Selbsterhaltung), wenn der Magen knurrt, will man essen, wenn der Darm drückt, will man kacken (biologische Selbsterhaltung)). Das geistige Herausgewachsensein durch Fortschritte in der Wissenschaft zu belegen ist so, als tätest du die Socke an der Hand tragen.
Der Welthunger könnte im Übrigen schon jz zu Teilen bekämpft werden. Die Frage, die man sich eher stellen muss, ist, warum das nicht geschieht. Werden die Gründe fürs Nichtgeschehen nicht abgeschafft, werden wir selbst mit doppelter Ernte Hungernde haben. Egoisten sind Altruisten eben leider überlegen - zahlenmäßig.
Dass Genmanipulation gefährlich ist, mag vllt nicht bewiesen sein (ka, obs wirklich so ist). Freifahrtsschein ist das noch lange nicht, denn das Gegenteil ist deshalb nicht automatisch Status quo.
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Viperlo sagte am 6.04.2011, 23:46:
Schwer wird es, da eine Grenze zu ziehen. Was kann verändert werden, ohne die Grenzen der Ethik zu überschreiten ? Kann man sein Kind einfach mal 20cm größer machen, die Haarfarbe verändern und den IQ 30 Punkte hochschrauben ? Scheint kein Problem zu sein. Doch wie sieht unsere Welt dann in 40 Jahren aus ? Es würde zweifellos daraus hinauslaufen, dass alle Menschen perfekt und damit gleich sind. Aber wer will in einer Welt ohne Individualität leben ? Diese Welt würde funktionieren - keine Frage.
Das in Kombination mit
Zitat
wenn man bedenkt was der Mensch mit den meisten großartigen Technologien gleich als erstes erschafft.
ist für mich auch das Hauptproblem (auch wenn es vllt ein Stück weit verworfen ist, Perfektion an körperlichen Unterscheidungsmerkmalen (bzw hier eher Nicht-Unterscheidungsmerkmalen) festzumachen, aber es ist klar, wie es gemeint ist).
Egtl wollt ich wohl noch mehr schreiben, aber i-wie ist mir jz doch die Zeit davongerannt. >_>