king maddin
21. Mai 2011 - 17:12 Uhr
hab gelesen das Franz Kafka die verwandlung eine Novelle sein soll und unser lehrer meinte auch mal das er das in vielen interpretationsansätzen gelesen hat, er aber nicht einer meinung mit diesen ist. er hat uns die freiwillige aufgabe gestellt herauszufinden warum franz kafka die verwandlung eine novelle ist. nun da ich mit meinen 8-9punkten in deutsch nicht zufrieden bin und gerne 10 hätte:D hab ich gedacht ich könnte das machen da das ja mehr oder weniger nur ne google aufgabe ist. ja hab stundenlang gegoogelt und nichts passendes bisher gefunden. hat hier ausm forum vllt jemand schonmal mit der verwandlung gearbeitet (schule oder studium) und kann mir sagen warum das eine novelle ist? wäre euch sehr dankbar wenn mir einer helfen könnte^^
also die einhaltung des ortes ist ja gegeben und die der zeit weiß ich nicht aber ich meine auch. -> eigentlich ja zeichen für ein drama aber ich meine eine novelle muss das ja auch haben.
lordhulkster
21. Mai 2011 - 18:24 Uhr
Dein Leher ist subjektiv.
Über die Gattung der Verwandlung streiten sich selbst die Germanistikprofessoren.
Man kann sie vielfach eingruppieren.
Hier hab ich Dir mal ein Zitat, welches ich am geeignetsten finde, kopiert.
Zitat
4.KATEGORISIERUNG
4.1. Gattungsproblematik
Nicht nur über die Interpretation der Verwandlung streiten sich die Wissenschaftler, sondern auch über die Zugehörigkeit zur Textgattung. Sowohl Wolfgang Matz als auch Vladimir Nabokov bezeichnen das Werk als Novelle; Clemens Heselhaus ordnet es aufgrund der "Darstellungsweise des Geschehens selbst" der Parabel zu und Heinz Hillmann nennt es parabolische Erzählung, da "...ein unabdingbares, die Gattung Parabel konstituierendes Wesensmerkmal (...) zu sein [scheint], daß die erzählte Situation (bzw. der Vorgang) als Ganzes nicht nur sich selbst meint, sondern auf ein ähnlich gelagertes Ganzes verweist.". Die Verwandlung aber "unterscheidet sich... insofern von dem reinen Typus von Parabel und Gleichnis, als hier das wörtlich genommene Bild bzw. der absolut gesetzte Vergleich nicht abgeschlossen für sich besteht, sondern so in einen realistisch gezeichneten Raum hineingestellt wird, daß er als integraler Bestandteil dieser Wirklichkeit erscheint.". Es entsteht der Mischtypus der parabolischen Erzählung. Helmut Richter hingegen bezeichnet Die Verwandlung einfach als Erzählung.
Mit Deiner Novelle liegst Du meiner Meinung nach durchaus nicht unrichtig. Dafür gibt es gute Argumente...aber leichter wäre es, dagegen zu argumentieren. Ich denke auch, es ist eher eine Parabel...