Ich halte das ausschließliche Studium von Liedern für wenig sinnvoll, um Gitarre zu lernen. Gerade im Rock gibt es wahnsinnig viele verschiedene Tricks und Kniffe und Techniken - planlos und ohne Anleitung irgendwas zu lernen, bringt dich nicht viel weiter. Auf diese Weise verpasst du Übungen zur Dehnbarkeit und Beweglichkeit der Greifhand, zum Wechselschlag, Tram-Picking usw usw.
Die beste Möglichkeit ist natürlich Unterricht zu nehmen. Da hast du einen erfahrenen Lehrer, der dich gezielt weiterbringen kann und bei der Auswahl der Lieder hast du i.d.R. relativ freie Hand.
Geht aber auch so. Ich hatte nie Unterricht und spiele heute recht passabel.
Wenn du keinen Unterricht nehmen willst oder kannst, empfehle ich auf jeden Fall zumindest für den Anfang ein ordentliches Lehrbuch. Die von Peter Bursch sind ziemlich gut, stressfrei, man braucht keine Noten lesen zu können und es wird alles haarklein erzählt. Für die soliden Basics ist es auf jeden Fall empfehlenswert.
Versteife dich auch nicht nur auf E-Gitarre - lern auch, Akustik zu spielen. Die Arbeit mit vollen Akkorden statt nur Powerchords bringt dich musikalisch gesehen sehr viel weiter, als wenn du nur Rock spielen kannst. Außerdem kann man am Lagerfeuer mit einem simplen, bekannten Mitsinglied einfach viel mehr punkten als mit ein paar (und wenn sie noch so meisterlich sind!) runtergeschrammelten Riffs.
Und: Spiel mit anderen Leuten zusammen. Lass dir Licks zeigen, und Lieder, lerne soviel wie möglich von anderen Gitarristen. Das hilft auch.
Und ich würde dir für den Anfang was simpleres als Iron Maiden empfehlen, die sind schon verdammt anspruchsvoll.
Oh, und übe, beim Spielen zu singen. Das ist ein Skill, der dir viel, viel nutzen kann - auch wenn du meinst, du kannst nicht singen, tu es trotzdem. Wenn du nicht laut singen kannst, tu es leise und für dich. Dabei skillt man Konzentration und Multitasking und das ist immer gut, wenn man ein Instrument spielt.
Keep on rockin'!