Poseidon
19. November 2011 - 22:49 Uhr
19jannik95
20. November 2011 - 01:16 Uhr
Klar ist das System in der Krise, merkt man ja wohl.
Aber leider will ja niemand etwas ändern

Zwerg vom Berg
20. November 2011 - 10:32 Uhr
Rincewind334
20. November 2011 - 10:57 Uhr
Man kann noch hinzufügen, dass alles Geld Schulden sind, auf das Zinsen gezahlt werden muss.
Also gibt es die Geldmenge G und zurückbezahlt werden muss G+Z, was ja nicht möglich ist, da Z nicht vorhanden ist.
glas
20. November 2011 - 14:15 Uhr
dazu kommt noch, dass das geld schlecht verteilt ist. manche unternehmen haben so viel geld, die könnten ganz afrika n Jahr lang ernähren. Das Geld bleibt bei den Unternehmen und wird, wenn das Unternehmen weiter gut arbeitet nicht weniger, sondern mehr. Das Geld ist also mehr oder weniger temporär "verschwunden"..
hab mich noch nicht intensiv mit dem thema auseinandergesetzt, aber soweit meine meinung
Sollizitator
20. November 2011 - 17:23 Uhr
Geld bzw. Vermögen wird immer ungleich verteilt sein. Wenn ich etwas nach meiner jahrelangen Tätigkeit in der Wirtschaft sagen kann, dann dass sich dieser Umstand mit Sicherheit auch nicht ändern wird. Zumindest nicht in den nächsten Jahrzehnten.
Ich habe mir heute diesen Vortrag von Franz Hörmann (Link im 1. Post) und die Publikumsfragen dazu angesehen. Waren rund 2,5 Stunden. In Kurzform kann man sagen, dass es sich um Kommunismus handelt. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie das funktionieren soll, wenn jeder bekommt, was er sich wünscht. Die Antwort darauf gab es ziemlich zum Schluss: Man wird zum Arbeiten gezwungen. Es heisst zwar, jeder darf sich die Tätigkeit selbst aussuchen. Aber wenn man dafür nicht geeigent sein sollte oder es bei bestimmten Tätigkeiten einen Überschuss bzw. einen Mangel gibt, wird das wohl so nicht funktionieren. Man stelle sich vor, es hätte niemand mehr Lust, Lebensmittel zu produzieren.
Wie ich das sehe, würde die Gesellschaft über das einzelne Individuum entscheiden. Allerdings wäre das noch immer keine Garantie, dass die Güter in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Da gäbe es auch noch genügend andere Probleme. Aber das würde im Moment den Rahmen sprengen.
Poseidon
21. November 2011 - 19:39 Uhr
Oh ok- im Video präsentiert er dies so überzeugend ^^ Mal ne Frage aber darüber: Alle Politiker reden jetzt übers sparen und angenommen Schuldenbremse etc. würden tatsächlich greifen und die Schulden könnten abgebaut werden- würde dann nicht irgendwo das Geld fehlen? Soweit ich das mal versteh, müssen die Staaten auf ein 'gesund steigendes Maß' verschuldet sein, damit dieses System überhaupt funktioniert? Oder wird damit einfach versucht, diesen Crash möglichst lange hinauszuzögern um noch letzte Vorbereitungen zu treffen(es heißt ja, die DM sei schon gedruckt)?
Ein Grundeinkommen(wird glaub von der Piratenpartei in DE gefordert) fänd ich jetzt mal an und für sich ganz gut, wenns umsetzbar ist. Finde die ungleiche Verteilung von Vermögen nicht wirklich ungerecht, aber ich denke, zumindest nach unten hin sollte ein gewisser Lebensstandard für jeden garantiert sein, sodass jeder gut davon leben kann...(klingt aber wahrscheinlich auch wieder mal zu schön um wahr zu sein ^^).
Rincewind334
21. November 2011 - 19:55 Uhr
Leistungsgesellschaft+Grundeinkommen pl0x
Solange ein Staat den Leuten glaubhaft machen kann, dass ihr Geld sicher ist, funktioniert das System, sonst nicht.
Sie können Milliarden verpulvern, wenn die Banker nö sagen und ihr Geld woanders anlegen, reicht's nicht.
Ist genau wie bei der Bankenkrise, da haben sie die Banken nichts mehr leihen wollen, da Zentralbank "sicherer" war.
Poseidon
21. November 2011 - 21:05 Uhr
Also ist das, was die Politiker atm machen nichts anderes, als die Banker zu umschwärmen und ihnen ins Ohr zu säuseln 'wir können den Crash noch so lange rauszögern, dass ihr euer Geld noch sehr wahrscheinlich zurück bekommt'? Und da die Banker z.B. Greece kein Geld mehr geben möchten, muss jetzt die EU dafür einspringen, da sonst das Vertrauen für den Euroraum nach und nach zusammenbricht? Und die ganzen Sparprogramme haben keine andere Funktion, als den Bankern vorzugaukeln, dass sie tatsächlich irgendwann ihr Geld wiedererhalten? Sozusagen ein überdimensionales Schwarzer-Peter-Kartenspiel der Banker?
Sollizitator
21. November 2011 - 22:46 Uhr
Griechenland selbst ist nicht wirklich das Problem bei 11 Millionen Einwohnern und einer schon immer recht geringen Wirtschaftsleistung. Aber natürlich hätte ein Staatsbankrott bei einem Euro-Land (auch wenn dieser Status erschummelt wurde) eine recht ungünstige Signalwirkung. Wirklich Sorgen müsste man sich machen, wenn ein großes Euro-Land, wie Italien oder Spanien, diesem Beispiel folgen würde.
Wie richtig gesagt wurde, hat eine Firma, eine Bank, ein Staat oder auch eine Privatperson, solange kein Problem, solange man darauf vertrauen kann, dass man sein investiertes Geld (im besten Fall natürlich mehr) wieder zurück bekommt. Bei unserem Wirtschaftssystem ist es halt möglich, dass man aber riesige Blasen erzeugt, die irgendwann platzen können. Ob das gut oder schlecht ist, darf jeder für sich selbst bewerten.
Für die Wirtschaft ist es bestimmt von Vorteil, wenn ein Staat Schulden hat. Eine Notwendigkeit sehe ich darin allerdings nicht. Und klar, wenn man die Schulden abbauen möchte, wird man irgendwo einsparen müssen. Aber das ist auch nicht anders, als z.B. bei einer Privatperson, die auf manche Dinge verzichten muss, wenn sich Schulden angehäuft haben. Der Unterschied ist nur, dass der Staat darauf aufpassen muß, dass nicht die Wirtschaft zu sehr geschwächt wird, wenn die Ausgaben reduziert werden. Hätte man aber keine Schulden, könnte man das Geld, das so für die Zinsen aufgewendet wird, für andere Dinge ausgeben.
Rincewind334
21. November 2011 - 23:30 Uhr