hmm ich hab leider komplett die übersicht verloren, wenn du mich das vor 4-5 jahren gefragt hättest, hätte ich wie aus der pistole geschossen reagieren können.
aber einige grundsätze, die von vorneherein schon immer gegolten haben ...
.) overclocken /= arbeitsrechner
overclocken ist wie bei autos heckspoiler, luftfiltertausch mit chiptuning und große schweller, ein overclocker-pc ist quasi der bastel-performance-schlitten, bei dem leistung und rest des systems (nockenwelle, bremsen, fahrwerk, bereifung) oftmals nicht zusammenpassen. wer einen ordentlichen rechner will gibt etwas mehr beim "rundherum" aus und spart an overclocking möglichkeiten, die 10% mehrleistung, auf die du somit verzichtest, holst du dir solchermaßen über ausfallsicherheit etc. locker wieder rein.
overclocken ist was für spieler / freaks / bastler -> du verbringst stunden vor benchmarks und testest im prinzip aus, ob dein rechner 220 km/h geht, oder ob nicht doch 230 mit rückenwind drinnen sin -> schwachsinn (hobby) im prinzip
wer vernünftig und ohne viele probleme herumkommen will kauft sich einen vw golf variant mit einem 100 ps benzinmotor, wer troubles möchte schraubt an einem R32 herum
.) rel. neue plattform -> günstige CPU, Grafikkarte
steig nicht beim allerneuersten ein (die ersten nvidia nforce chipsätze damals, ich erinnere mich mit schrecken), sondern bei etwas ein -bisserl- erprobterem. spar nicht beim motherboard, das ist ziemlich wichtig. bei der cpu nimm vorerst mal etwas aus dem unteren preissegment, früher waren dies die amd durons bei sockel a boards, haben quasi nix gekostet, und waren nach einem jahr oder auch noch 18 monaten leicht um vernünftiges geld aufzurüsten.
das gleiche bei der grafikkarte, nimm eine etwas abgespeckte, ein wenig günstigere, 8600 gts könnte vllt. passen, ich hab meistens noch weniger ausgegeben. auch die grafikkarte lässt sich leicht im zeitraum von 1-2 jahren gegen ein flotteres modell tauschen.
interessant dabei ist, dass die produkte oft nach einigen monaten (cpu, grafikkarte) einen sockelpreis erreicht haben, wo sie dann nicht/kaum noch billiger werden.
bei den langsameren consumer cpus waren das immer so 80 euro nach ein paar monaten am markt.
wer das neueste / schnellste will bezahlt gerade für die letzten paar prozent leistung, die in 2-3 monaten wieder standard sind, nochmal 50-80% drauf finanziell.
.) guter speicherausbau, netzteil mit reserven
hier gleich ordentlich absichern, speicher nachkaufen ist immer blöd, riegel müssen ähnliche timings haben, physikalisch gleich aufgebaut usw. usf. entweder 2 gleiche riegel oder einen großen, je nach preis, unter 2 GByte würde ich nicht mehr nehmen.
auch beim netzteil etwas großzügiger verfahren. ich bin zuletzt mit chieftec gut gefahren, unter 450 watt würde ich aber nix mehr ansehen.
.) vernünftiges gehäuse / kleinzeug
leg wert auf ein vernünftiges gehäuse, schau dir das vorher an, wie siehts mit dem möglichen verbau von gehäuselüftern aus, kann ich die plattenracks / einschübe leicht erreichen und rausnehmen. ist die verarbeitung ordentlich (gefalzte kanten statt schlecht entgrateten messerscharfen rändern)
das chieftec dragon war eines der ersten günstigen, gut verarbeiteten gehäuse, gibt's immer noch, obwohl die konkurrenz sicher nicht geschlafen hat, aber das hat man mit einem handgriff offen, man kommt überall super dazu, man bringt die abwärme gut raus.
http://geizhals.at/a58028.html
sonst schau bei deinem rechner auf entweder passive kühlung (bei nicht-highend u.u. möglich) oder langsamdrehende, große lüfter mit hoher fördermenge bei wenig lautstärke.
es gibt nix nervigeres als einen laut summenden rechner.
lG, Herf