weia, hab eigentlich gedacht, ich hätt mich deutlich ausgedrückt. Und wenn nun alle auf mich einprügeln, seis drum: Nein, ich glaube nicht, daß es Spielsucht bei RS gibt. Keiner verliert deswegen seinen Job. seine Freunde oder seine Ehe (ist doch kein Wow).
Also: niemand spricht von Lesesucht, selbst wenn jemand (wie ich früher) täglich stundenlang liest. Und nein, das sind nicht 2 - 3 Bücher im Monat, häng ne Null dran, dann wird was draus (20-30).
Spielsucht halt ich als "Sucht" für sehr fragwürdig (wir sind uns einig, daß es um "Spaßspiele" geht, nicht um Spielhöllen, in denen man irl sehr reich oder öfter sehr arm werden kann). Wo ist der Unterschied zwischen Lesen und Spielen? Beides tue ich als Freizeitvergnügen, beides ist nicht "real". Warum soll also das eine Sucht und das andere Bildung sein?
Es geht hier um RS, ich kann mich auch tagelang nicht einloggen, ohne daß ich irgendetwas verliere (anders als bei Wow, wo ich zu bestimmten Zeiten spielen muß, um keinen Abflug aus meiner Gilde zu machen - was wow aber für mich nicht zur "Sucht" macht, sondern zu einem vom Spiel selbst ausgeübten Zwang, dem man sich unterwerfen kann oder eben nicht. Mir entsteht weder ein körperliches [wie ein epileptischer Anfall] noch ein psychisches [wie eine Psychose, Schizophrenie] Entzugssymptom, sondern nur der Verlust von erspielten Dingen, was natürlich ärgerlich sein kann, aber kein zur Diagnose "Sucht" zugelassenes Symptom ist).
Ich kann spielen, wenn ich Spaß dran hab, muß aber nicht. Es gibt keinerlei körperliche Abhängigkeit (nein, ich bekomm keine Krampfanfälle, wenn ich mal paar Tage nicht spiele) und keinerlei psychische Abhängigkeit (weder bekomm ich eine Psychose, noch eine Depression, nur weil ich im Urlaub bin und kein PC da ist).
Wo also sind das Symptome für körperliche oder psychische Abhängigkeit, die zur Diagnose "Sucht" führen könnten?
Nur weil da viel Zeit mit einem Hobby verbracht wird? Ah - bei welchem Hobby ist das anders?
So, hier Definition von Sucht (lt. Who - Weltgesundheitsorganisation):
Missbrauch: Suchtmitteleinnahme, die zu körperlichen und psychosozialen Schäden führt. Es liegt noch keine Abhängigkeit vor.
psychische Abhängigkeit: Die Kennzeichen der psychischen Abhängigkeit sind das unwiderstehliche Verlangen nach der Einnahme eines Suchtmittels, der Kontrollverlust und die Zentrierung des Denkens und Handelns auf das Suchtmittel.
körperliche Abhängigkeit: Die Kennzeichen der physischen Abhängigkeit sind das Auftreten einer Toleranzerhöhung (Dosissteigerung) und das Auftreten von Entzugssymptomen bei Nichteinnahme des Suchtmittels.
Mehrfachabhängigkeit: Besteht eine Abhängigkeit von mehreren Suchtmitteln, spricht man von Mehrfachabhängigkeit (Polytoxikomanie).
Dieser Beitrag wurde von Burgensusi bearbeitet: 18. September 2008 - 11:29 Uhr