fenriswolf22 sagte am 7.11.2010, 23:35:
1. Ich finde es tut jedem Bürger mal gut, wenn er eine gewisse Zeit mal was für den Staat leistet. Daher bin ich auch für eine allgemeine Dienstpflicht für beide Geschllechter. Weil wir sind heute soweit bin der Gleichberechtigung also sollen auch die Frauen ihren Dienst am Staat leisten.
2. Es bringt die Leute unterschiedlichster Schichten usw. zusammen. Diese Leute müssen dann in einer "Zwangsgemeinschaft" ein Ziel erreichen. Es ist immer wieder lustig zu erleben wie diese Leute miteinander zusammenarbeiten und ein Ziel erreichen, obwohl sie im privaten zum Teil nicht mal miteinander sprechen würden. Denke diesen Effekt merkt man vorallem in der Armee da dort alle in grün sind. Vorallem in einem Land wie der Schweiz wo wir noch 4 Sprachen haben finde ich so etwas eine sehr gute Grundlage um euch die verschiedenen Bevölkerungsteile einander näher zu bringen.
Gute Argumente, allerdings finde ich nicht das es das Heer sein muss. Damit leistet man nämlich gar nichts für sein Land oder gibt es irgendwelche Verteidigungskriege in Mitteleuropa die mir entgangen sind?
Soziale Dienste wären viel wichtiger und würden der Gesellschaft auch wirklich etwas bringen.
fenriswolf22 sagte am 7.11.2010, 23:35:
3. Es wird immer wieder gesagt es gibt genügend Freiwillige für eine Berufsarmee. Ja das ist richtig es wird genügend Freiwillige geben. Aber wieviele von diesen Freiwilligen sind so kleine schiessgeile Rambos? Es wird sehr viele darunter haben. Mit einer Wehrpflicht hat man eine gute durchmischung des ganzen.
Es ist eine Sache sein Land wirklich zu verteidigen. Dafür wird aber nahezu keine europäische Armee mehr eingesetzt, ganz bestimmt nicht die von Schweiz, Österreich und Deutschland. Von daher braucht man eine Berufsarmee für die Stellung von Uno- und Nato-Truppen. Solche Leute sollten aber effiziente Soldaten sein und effiziente Soldaten sind effiziente Kampfmaschinen und die brauchen eine bestimmte Mentalität. Sie müssen im Fall der Fälle töten können und da wirds schon schwierig. Zudem sollten die ruhig genug an solche Sachen herangehen können um halbwegs klar zu denken wenn sie etwas entscheiden, das kann der Normalbürger nicht, auch nicht nach einem Jahr Ausbildung. Töten war schon immer ein Geschäft, das sollte man genauso wie andere Geschäfte den Profis überlassen. Sein Leben zu verteidigen ist eine ganz andere Sache.
fenriswolf22 sagte am 7.11.2010, 23:35:
5. Wieso sollte man die Armee verkleiner bei fast gleichbleibenden Kosten. Kann das nicht verstehen, weil die grössen die angepeilt werden mit den Berufsarmeen ermöglichen kaum mehr eine Verteidigung. Bei einer Verteidigung geht man davon aus dass man 1/3 an Manneskraft braucht was der Gegner aufmarschieren lässt. Und dies 1/* hat man mit sehrvielen Modellen die für reine Berufsarmeen vorliegen rasch unterschritten. Ich weiss diese Modelle enthalten dann auch alle sogenannte Aufwuchskonzepte. Diese Aufwüchse dauern doch sehr lange
Welcher Gegner wird Österreich den überraschend überfallen können in Zeiten der Digitalisierten Welt? Und erwartet unsere Nachbarn jetzt das Deutschland ganz plötzlich losschlägt oder glaubst du nicht das mehrere vereinte Berufsarmeen aus Europa eine Front abdecken können?
Reine Zahlen von Soldaten geben gar nichts an. Leute die ihren Grundwehrdienst abgeleistet haben sind selten mehr als Kanonenfutter wenn sie nicht gerade Ingenieure sind die man vielleicht mal braucht.
Ich kann ganz gut damit leben wehrlos in meinem Heim zu sterben anstatt von der Artillerie zerlegt zu werden während ich mit einem Sturmgewehr in der Hand irgendwo in der Pampa lieg, es ändert einfach nichts.
fenriswolf22 sagte am 7.11.2010, 23:35:
Es wurde immer wieder Disziplin erwähnt im Zusammenhang mit Befehle befolgen und selber nicht denken müssen. Ich finde das ist genau die falsche Einstellung wenn man Disziplin so definiert und auch nach dem lebt, aber die beginnt leider schon auf Stufe Offizier und wenn sich dort nichts ändert wird sich auch unten nichts ändern. Ich war selbst mehrere Jahre Zugführer Kompaniekommandant Stv. und an der Euro 2008 führte ich eine Kompanie a.i. . Bei uns im Dinestreglement ist Disziplin schön beschrieben :
1 Das Erreichen der gesetzten Ziele setzt bei allen Angehörigen eines militärischen
Verbandes diszipliniertes Verhalten voraus. Disziplin heisst: Der einzelne stellt seine
persönlichen Interessen und Wünsche zugunsten des Ganzen zurück und gibt im
Sinne des Auftrags sein Bestes.
2 Disziplin hat dann die grösste Wirkung, wenn sie mit Initiative und Selbständigkeit
verbunden ist.
Ich weiß schon wie effiziente Armeeausbildung zu funktionieren hat. Es ändert aber nichts daran das man diese Disziplin außerhalb des Heers nicht wirklich braucht. Und wie erwähnt du hast mehrere Jahre gedient, das ist ein Unterschied zum einfachen Wehrdienstableisten.
Divinelegend sagte am 8.11.2010, 18:07:
Ja auf der einen Seite hast du schon recht, aber auf der anderen kann ich dir nicht ganz zustimmen.. ich wollte es halt gestern nicht so ganz direkt ausdrücken, aber was ich eigentlich sagen wollte ist: Wenn es sich doch jetzt wirklich um schlimmere fälle handelt, wie zb das diese person nicht mehr kontrollieren kann wann sie aufs klo muss und es doch (wie manche jetzt sagen würden) eklig wird, hat man doch damit um eininges weniger probleme wenn es jetzt angenommen die eigenen eltern sind oder ein fremder den du gar nicht kennst. Weiß ja nicht wie du das siehst oder auch andere
Du willst uns verarschen oder? Du willst 3 Jahr im pflegerischen Bereich gearbeitet haben aber glaubst wirklich das es leichter ist Familieangehörige zu pflegen die ne Windel tragen müssen weil sie Bettlägerig sind oder ihren Stuhlgang nicht mehr unter Kontrolle haben? Scheiße wird doch nicht weniger eklig weil sie von Verwandten ist. Zudem ist so was nur Gewöhnungssache. Sicher, es gibt Leute die sind dafür einfach nicht geschaffen, aber das ist mit allen Sachen so. Sich daran zu gewöhnen das deine Lieben dement sind und Pflege bedürfen ist etwas schwieriger als ein bisschen Gestank zu ertragen.