Zum einen ist es lobenswert (da so ein Schritt an die Öffentlichkeit immer sehr viel Überwindung kostet) mit derartigen Problemen so offensiv, wie Möglich umzugehen. Andererseits birgt dies ein sehr großes Risiko, da gerade im Bereich der Psychologie/Psychatrie durch falsche Ratschläge von selbsternannten Hobbypsychologen sehr viel kaputt gemacht werden kann.
Wir hatten einmal einen Thread, der ein wenig in dieselbe Richtung ging
hier.
Was man sagen kann, ohne Dich näher zu kennen und was wirklich ein wenig Allgemeingültigkeit hat ist, zu versuchen möglichst viel Rückhalt in der Realität zu finden (Familie, Freunde, eventuell auch Lehrer). Auch professionelle Hilfe sollte kein Tabuthema sein.
Glas hat Recht, wenn er sagt, dass derartige Probleme in der Pubertät absolut nichts ungewöhnliches sind. Immerhin wird Deine Festplatte kindliches Gehirn quasi gelöscht, formatiert und mit Erwachsenwerden neu bespielt. Mit einem derart gravierenden Schritt muss jeder Mensch zurecht kommen. Der eine steckts recht locker weg, der zweite "meint" er steckts locker weg und der dritte landet mitten im mentalen Inferno.
Heulkrämpfe wechseln mit "keiner mag mich Attacken, Hass auf alles was älter ist, als man selbst (besonders auf die Eltern) und einem fast kleinkindhaften Nähebedürfnis ab, wenns einen hart trifft.
Realitätsverlust ist bis zu einem bestimmten Punkt "normal". Jeder baut sich aus Schutz irgendwo eine kleine "Traumwelt" auf, in die er sich in Krisenzeiten zurückflüchten kann. Manche erfinden sich imaginäre Freunde. Alles nicht dramatisch, sofern diese nicht Herr über Dein Leben und über Deinen Alltag werden.
Voerfolgungswahn ist ein so schlimmes Wort und beschreibt eine schlimme paranoide Störung. Ich denke mal eher, das ist nicht das was Du meinst. Eher wirst Du finden, manche/viele/alle wollen Dir was... Das ist für einen Pubertierenden auch nichts unnormales und sicher kein "Verfolgungswahn".
Mit Deiner "Theatralik" versuchst Du nur, Deine eigenen Unsicherheiten und vielleicht ein etwas dünnes Selbstbewußtsein zu überspielen. An sich auch nichts schlimmes. Vor allem kann man leicht was dagegen tun, indem man versucht, sein Ego etwas aufzupeppen. Womit sich der Kreis mit dem "gemobbt" werden schließt.
Kennst Du sehr viele, die nie gemobbt werden? Zu groß, zu klein, zu hübsch, zu häßlich, zu dick, zu dünn, zu schlau, zu doof...wenn man sucht, findet man an jedem etwas zum mobben. Und wenn dann noch das Ego nicht ganz so gefestigt ist.....
Also ich denk mal, Du solltest Dir nicht allzuviele Sorgen machen. Vermutlich bist Du normaler, als die meisten von uns...
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