Ritter84
02. November 2008 - 12:36 Uhr
ich persönlich habe meine ganz eigenen konsequenzen gezogen, schon bevor diese diskussion aufkam.
ich besitze nämlich gar keinen fernseher mehr!

wenn wir mal nichts besseres zu tun haben und auf der rettungswache dann fernsehen, dann bereue ich diese entscheidung auch nicht. "erfindet" oder kopiert ein sender ein erfolgreiches ausländisches format, so ziehen fast alle sender innerhalb kürzester zeit nach und das jeweilige thema (gericht-tv, dsds, popstars und co) wird immer und immer wieder durchgekaut.
begriffe wie "hartz4-tv" haben zwar vorwiegend eine sarkastische bedeutung, doch steckt auch dort ein körnchen wahrheit drin. grade tagsüber ist das angebot sehr schlecht, aber wird es am abend wirklich besser?
mit einem dsl-anschluss kann man die wirklich interessanten medien auch online verfolgen. n24 z.b. sendet sein vollständiges programm auch live im internet. die simpsons, southpark und (ganz wichtig) dr. house kann ich mir auch online anschauen (allerdings nur im graubereich des legalen). deshalb sah ich bei meinem umzug damals keine notwendigkeit meinen fernseher mitzunehmen, also blieb er bei meinen eltern.
mfg
ritter
Viperlo
02. November 2008 - 12:40 Uhr
Muss man eigentlich GEZ bezahlen wenn man über den Computer guckt ? Bzw kann man das überhaupt kontrollieren ?
Ritter84
02. November 2008 - 12:50 Uhr
theoretisch schon, allerdings gibt es dazu inzwischen verschiedene rechtsurteile. mal ja, oft aber auch nein. wenn der rechner eine tv-karte besitzt auf jedenfall, tut meiner aber nicht.
ich habe bei der gez gemeldet, dass ich kein empfangsgerät besitze. einen "gez-spitzel" muss ich nicht in meine wohnung lassen und kann seine fragen schriftlich beantworten. da werde ich natürlich nichts neues angeben.
mfg
ritter
Liveguard
02. November 2008 - 13:55 Uhr
Ich habe seit 7 Jahren einen Fernseher im Zimmer und schalte ihn ausser zum Wii-spielen maximal 1 mal pro Woche ein. Daher kann ich zu dem Thema auch wenig sagen. Was ich so von meinem Vater jeweils mitbekomme ist, dass er während des Essens immer Sendungen schaut wie man Würste herstellt
Lg Live
Ritter84
02. November 2008 - 15:14 Uhr
ich habe einen tv-tipp für heute abend: n24, 20:10 (glaub ich), War Blog.
eine dokumentation über die online-tagebücher von soldaten aus dem irak. die vorschau schien wirklich interessant und ich hoffe, dass es nicht zu sehr durch den weichspüler gezogen wurde.
mfg
ritter
Meister Rahl
02. November 2008 - 16:31 Uhr
Mudda sagte am 2.11.2008, 10:55:
Mich interessiert eher was in den "niveauvollen" Zeiten anstelle von den Gerichtssendungen, Super Nanny oder was weiß ich kam, also in erster Linie um die Mittagszeit wohl

Die Frage stelle ich mir auch jedes Mal wenn diese Diskussion irgendwo ausbricht. Ehrlich gesagt zweifle ich ja daran das früher alles besser war. Ich kann mich nur erinnern das der Ganze Mist mit den Talkshows anfingen. Das war das erste massenweise kopierte Format aus dem Ausland das dann überall lief. Aber davor hab ich eigentlich eh nur Cartoons angeschaut, von daher kann ich das frühere Programm nicht wirklich einschätzen. Aber rein gefühlsmäßig waren die damals besser als hute. Irgendwie meine ich das auch die Gewalt und die Darstellung dieser im Kinderprogramm zugenommen hat. Als ich mir vor einiger Zeit auf Youtube Saber Rider angeschaut hab, war ich aber zumindest nicht der Meinung das es wirlich anspruchsvoller war, als die Anime Welle die uns lange überrollt hat.
Aber das Ard und Zdf immer mehr auf Quote gehen müssen und auch Telenovelas und Quizshows zeigen und ihre Einschaltquoten vor Jahren noch viel höher waren, wobei sie derartiges damals nicht nötig hatten, spricht für mich Bände.
Ich persönlich muss zugeben das ich ab und an auch Kochsendungen oder irgendsolchen Hausbau Kram anschaue, aber zumeist nur beim Essen oder wenns eben grad meine Eltern sehen. Gezielt anschauen tu ich eigentlich nur einige wenige Serien und Filme.
MfG, Rahl
glas
02. November 2008 - 16:54 Uhr
Ritter84 sagte am 2.11.2008, 16:14:
ich habe einen tv-tipp für heute abend: n24, 20:10 (glaub ich), War Blog.
eine dokumentation über die online-tagebücher von soldaten aus dem irak. die vorschau schien wirklich interessant und ich hoffe, dass es nicht zu sehr durch den weichspüler gezogen wurde.
mfg
ritter
hmm heute kommt außerdem noch spideman2 auf pro7,oceans 12 auf rtl und oceans 13 auf premiere1-weiß gar nich was ich mir anschauen soll Xd
das programm abends is echt top heutzutage,kommt fast jeden tag abends was sehenswertes

Meister Rahl
02. November 2008 - 17:09 Uhr
glas sagte am 2.11.2008, 16:54:
hmm heute kommt außerdem noch spideman2 auf pro7,oceans 12 auf rtl und oceans 13 auf premiere1-weiß gar nich was ich mir anschauen soll Xd
das programm abends is echt top heutzutage,kommt fast jeden tag abends was sehenswertes

Also ob jeder diese 3 Filme top findet ist ja schonmal fraglich. Zudem dürfte nicht grade jeder Premiere haben und schon bald erfolgt eine gewisse Umstellung und noch viel viel weniger Leute haben es^^
Jack
02. November 2008 - 17:24 Uhr
glas sagte am 2.11.2008, 16:54:
hmm heute kommt außerdem noch spideman2 auf pro7,oceans 12 auf rtl und oceans 13 auf premiere1-weiß gar nich was ich mir anschauen soll Xd
das programm abends is echt top heutzutage,kommt fast jeden tag abends was sehenswertes

Zu blöd nur, dass ich/man fast jeden dieser "Top"-Filme schon doppelt, dreifach oder gar mehrfach gesehen habe/hat. Filme sind sowieso nur lästige Lücken zwischen den ganzen Werbungen.
... Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sogar bei Filmen das Programm wechselt.
Grob' Ok
03. November 2008 - 08:24 Uhr
Ich habe mir gestern eine Dokumentation auf arte angeschaut , die hat um 22:15 begonnen und hat über die Gründe und Folgen berichtet, dass die Amerikaner so ein schwer bewaffnetes Volk sind. Ein ganz wichtiger Punkt war, dass die Medien nur noch Angst verbreiten. Die meisten Nachrichtenteams fahren nur von der einen zur anderen Katastrophe, im Fernsehen und besonders in den Nachrichten wird fast ausschließlich über irgendwelche Verbrechen, Gewalttaten oder Katastrophen berichtet, die Leute trauen ihren eigenen nachbarn nicht mehr, weil sie von den Medien eingetrichtert bekommen, dass jeder Mensch hinterlistig und gewalttätig sein kann. Die Leute sind so verängstigt, dass sie dann wahrscheinlich denken, wenn man 7 Waffen im Haus hat, ist man geschützt. Doch was einem da ins Auge sticht, ist die Zahl der Todesfälle durch Schusswaffen pro Jahr in Amerika. Sind es bei uns vielleicht 150, in Australien 40, doch in Amerika sind es jährlich über 11tausend. Doch es ist nicht auf die Hohe Waffenzahl zurückzuführen. Denn in Kanada gibt es auf 10 Millionen Haushalte auch 7 Millionen Waffen, doch in kanada werden jährlich nicht mal 100 Menschen getötet. Der Grund? Das Fernsehen in Kanada berichtet nicht nur über Katastrophen, sondern praktisch wie und eine normale Nachrichtensendung vorstellen. In der USA ist die devise ganz anders: Je schrecklicher die Katastrophen, desto mehr Zuschauer, doch dass sie sich damit ins eigene Fleisch schneiden, bemerken sie nicht.
Somit wollte ich nur einmal an einem Beispiel zeigen, wie uns die Medien lenken können, dass , wenn die Angst von Kind auf von dem Fernsehen in unsere Gehirne eingetrichtert bekommen, man dadurch wahrscheinlich sein Leben lang nicht mehr wegkommt.
devil alex3
03. November 2008 - 12:39 Uhr
ich guck eigentlich nur simpson (wenn ich noch dazu komme) auf pro7, sonst eigentlich nur noch premiere falls ich mal gucke, und da gibts halt tolle filme^^
Yuishin
03. November 2008 - 23:59 Uhr
Jeder ist seines Glückes Schmied. Und bekommt vom TV nur das ab, was er sich antut.
Ich sehe mir einmal die Woche Extra 3 an, wenn ich Zeit und Lust habe, und ab und zu mit meinem kleinen Bruder die Sendung mit der Maus.
Werbung vermeide ich mittlerweile bewusst, weil ich einfach bemerkt habe, dass mir zu viele Slogans wie Butter über die Lippen kommen bzw wie Efeu durch mein Unterbewusstsein gegraben sind.
Wenn man dann das stupide Unterhaltungsfernsehen für die bildungsferne Unterschicht weglässt - die weder vom Staat, noch vom Kapital als eine Zielgruppe für hinterfragendes Denken und Handeln betrachtet wird - bleiben nur die Spielfilme übrig, neben Nachrichten, Magazinen, Dokus und politischen Diskussionen sowie "Talkshows mit Niveau". (á la Maischberger)
Den Redebeiträgen oder Nachrichten Subjektivität vorzuwerfen, halte ich für naiv.
Jede Privatperson ebenso wie jeder Fernsehsender und jede Zeitung vertritt die eigenen Interessen. Und da Fernsehen stark über die Optik aufgenommen wird, sind Nachrichten grundsätzlich plakativ, nicht zu sachlich orientiert. Und weil die Öffentlich-Rechtlichen eher von konservativen Akademikern durchdrungen sind, schlägt sich dies auch in den Sendungen nieder.
Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man auch subjektive oder inhaltlich falsche Sendungen, oder z.B. Bundestagsdiskussionen ansehen, die Meinungen differenzieren und erkennen, ohne sie sich direkt selbst anzueignen.
Und wenn man objektivere Beiträge möchte, sollte man am Besten eher Zeitung lesen. Keine Boulevardblätter, nicht die Welt, dann kann nicht zu viel schief gehen.
Spielfilme sind ein ambivalentes Thema. Mein Anspruch an gute Filme ist inhaltliche Tiefe. Das Thema ist mir dabei nicht primär wichtig. Deshalb habe ich gestern keinen von Glas' drei tollen Filmen gesehen, sondern das Nixon-Attentat, der sich mit den psychologischen Vorgängen im Wandel von einem erfolglosen Kleinbürger zum verzweifelten politisch motivierten Attentäter beschäftigt.
Je nach Stimmung mag so etwas auch mal zu schwere Kost sein - es gibt auch filmisch gut gestaltete, aber ihnaltsleere Filme wie Hero etc. Allerdings sollte man sich wohl immer bewusst sein, dass Filme, Medien und jede Art von Beschäftigung nicht nur Zeitvertreib zur Folge haben, sondern immer psychische Auswirkungen haben und das eigene Weltbild ständig langsam wandeln.
Gerade deshalb vermeide ich auch meist tumbe Hollywood-Streifen, die hübsch überzeichnete Gut-Böse-Bilder liefern.
Fernsehen ist einer vieler Hobel, der den eigenen Charakter formt; wenn man damit bewusst umgeht, kann man Fernsehen durchaus konstruktiv konsumieren.
Herfried
04. November 2008 - 10:28 Uhr
ich sag mal so, kurzweilige unterhaltung / berieselung ist ein ding, interessante / packende sendungen eine andere baustelle.
meine zeit vor der fernsehkiste beschränkt sich auf ein paar wenige stunden in der woche, ich schau mir ganz gern sportübertragungen wie die zusammenfassung der bundesliga an, das eine oder andere skirennen, manchmal auch snooker, tennis oder sogar curling.
aktiv schau ich sonst hin und wieder nachrichten, fernsehdiskussionen zu aktuellen themen (zb. die AUA verkaufsdiskussion mit niki lauda), wobei ich auch hier die meisten infos aus dem netz beziehe. gelegentlich bleib ich auch bei "universum" hängen, das sind die großteils vom ORF produzierten, meistens imposanten natursendungen.
sonst überwiegt zumeist das "hängenbleiben", kann bei malcom mittendrin oder bei scrubs passieren, bei nano, gelegentlich auch bei den "experiment" geschichten wie mythbusters oder ähnlichem, die zwar jetzt weniger anspruchsvoll aber ein guter zeitvertreib sind. genauso kann so schwachsinn wie takeshi's castle mich gelegentlich ganz gut unterhalten, das ist einfach so dumm, dass es schon wieder lustig ist (der frühere kommentator war um längen besser übrigens). in die kategorie fällt auch "schlag den raab", der verkauft sein format in die ganze welt. ich find's gut gemacht und ehrlich innovativ, respekt dafür was der kerl leistet, viele sachen sind abgelutscht, das noch nicht.
selten schau ich mir auch mal einen spielfilm / dokfilm oder kabarett im tv an, letztens bin ich mal bis um 2 in der früh bei "goodbye lenin" gehangen, weil ich den damals im kino versäumt hatte. generell zieh ich allerdings interaktive medien der frontalen berieselung vor, wobei gegen die aber auch nix einzuwenden ist, man muss sich halt das raussuchen, was einen interessiert.
also es kann schon sein, dass die qualität allgemein schlechter geworden ist, aber man ist ja gottlob nicht gezwungen, sich jeden scheiss reinzuziehen.
lg, Herf
Brokenpest
04. November 2008 - 10:40 Uhr
kaan_junior
06. November 2008 - 12:34 Uhr
Grob sagte am 3.11.2008, 08:24:
Ich habe mir gestern eine Dokumentation auf arte angeschaut , die hat um 22:15 begonnen und hat über die Gründe und Folgen berichtet, dass die Amerikaner so ein schwer bewaffnetes Volk sind. Ein ganz wichtiger Punkt war, dass die Medien nur noch Angst verbreiten. Die meisten Nachrichtenteams fahren nur von der einen zur anderen Katastrophe, im Fernsehen und besonders in den Nachrichten wird fast ausschließlich über irgendwelche Verbrechen, Gewalttaten oder Katastrophen berichtet, die Leute trauen ihren eigenen nachbarn nicht mehr, weil sie von den Medien eingetrichtert bekommen, dass jeder Mensch hinterlistig und gewalttätig sein kann. Die Leute sind so verängstigt, dass sie dann wahrscheinlich denken, wenn man 7 Waffen im Haus hat, ist man geschützt. Doch was einem da ins Auge sticht, ist die Zahl der Todesfälle durch Schusswaffen pro Jahr in Amerika. Sind es bei uns vielleicht 150, in Australien 40, doch in Amerika sind es jährlich über 11tausend. Doch es ist nicht auf die Hohe Waffenzahl zurückzuführen. Denn in Kanada gibt es auf 10 Millionen Haushalte auch 7 Millionen Waffen, doch in kanada werden jährlich nicht mal 100 Menschen getötet. Der Grund? Das Fernsehen in Kanada berichtet nicht nur über Katastrophen, sondern praktisch wie und eine normale Nachrichtensendung vorstellen. In der USA ist die devise ganz anders: Je schrecklicher die Katastrophen, desto mehr Zuschauer, doch dass sie sich damit ins eigene Fleisch schneiden, bemerken sie nicht.
Somit wollte ich nur einmal an einem Beispiel zeigen, wie uns die Medien lenken können, dass , wenn die Angst von Kind auf von dem Fernsehen in unsere Gehirne eingetrichtert bekommen, man dadurch wahrscheinlich sein Leben lang nicht mehr wegkommt.
ich hab mal gehört, dass die medien mit den banken was zu tuen haben.
die medien zeigen, wie oben gesagt, nur wirklich krasse sachen.
und wenn man dann in einer bank ein neues konto eröffnet, könnt ihr 3 mal raten was man als bonus dazu kriegt.
eine schusswaffe gratis.
so holen sich die amerikanischen Banken ihre kunden.
mfg kaan