Ich glaube nicht, dass es sich noch lohnt so zu diskutieren.
Ich sage meine meine Meinung - du sagst deine. Ich sage wieder etwa Ähnliches und du auch, ohne dass einer von uns sich auch nur einen Jota von seiner Meinung fortbewegt.
Aber weil's so schön ist: wenn du Greenpeace nicht magst, wie soll man sonst etwas für die Umwelt tun?
Und inwiefern soll man überhaupt seinen Lebensstil ändern? Weniger mit dem Auto fahren etc., würde das nicht in die Kategorie "Gewissensberuhiger" fallen?
Und zu deinem Beispiel mit dem Damm: nein, wenig nützt nicht viel, aber wie baut man überhaupt einen Damm? Immer schön ein Steinchen auf das andere. Und wenn viele Leute die Steinchen beisteuern, geht es doch nur schneller und besser, oder?
Meister Rahl 26. September 2009 - 00:56 Uhr
Lyra292 sagte am 24.09.2009, 16:27:
Aber weil's so schön ist: wenn du Greenpeace nicht magst, wie soll man sonst etwas für die Umwelt tun?
Wer sagt das Greenpeace wirklich so toll ist nur weil sie als eine der ersten Gruppen da waren? Ich hab einfach ein paar Zweifel an dieser Organisation. Zudem braucht man sie nun wirklich nicht um die Umwelt zu schützen, da man ja selbst etwas tun muss und nicht andere die Arbeit machen lassen soll.
Lyra292 sagte am 24.09.2009, 16:27:
Und inwiefern soll man überhaupt seinen Lebensstil ändern? Weniger mit dem Auto fahren etc., würde das nicht in die Kategorie "Gewissensberuhiger" fallen?
Wenn es dabei bleibt schon. Wie schon gesagt, irgendwo muss man anfangen und seinen persönlichen direkten Energiebedarf, also den fürs Autofahren, Elektrische Geräte aller Art und Heizung einzuschränken ist üblicherweise der erste und leichteste Schritt, denn man spart dabei im Normalfall auch weshalb der Lebensstil sich nicht spürbar verschlechtert. Gewisse Einschränkungen gleicht man ja durch bessere Finanzen aus.
Ich rede davon deutlich spürbare Einschnitte vor zu nehmen, massive Einschränkung der Globalisierung um dieses heutzutage übliche mehrfache Hin-und-Herkutschieren von Zwischenprodukten zu beenden, was natürlich die Kosten deutlich steigern wird (immerhin profitieren viele Dinge die wir kaufen von Billiglohnländern).
Dann muss die Energieproduktion massiv umgestellt werden, auch das wird uns allen viel abringen (muss ich da ins Detail gehen?).
Es geht um wirklich gravierende Veränderungen, die zumindest kurz- und vermutlich auch mittelfristig die Lebensqualität deutlich verringern, aber eigentlich ist nichts anderes moralisch und vernunftsmäßig vertretbar.
MfG, Rahl
zipper5004 26. September 2009 - 01:37 Uhr
Du hast absolut recht, dass man an seinem Lebensstiel drehen muss und dass diese ganze hin und her gekarre aufhören muss.
Außerdem muss man den Tieren auch ein wenig Würde erweisen, ich habe nicht dagegen, wenn jemand Fleisch isst, ich tu es selber auch, aber man sollte drauf achten was es ist, Bio wäre imo ein guter Einstieg, denn jeden Tag ein Kotelett muss doch auch nicht sein. Zumal bio besser schmeckt, aber das ist Geschmackssache.
Oder man baut sich eine Solaranlage aufs Dach, auch wenn sich diese evtl. nicht sofort rentiert, hier geht es um mehr, als nur den eigenen Geldbeutel!
Lyra292 26. September 2009 - 16:01 Uhr
Meister Rahl sagte am 26.09.2009, 00:56:
Ich hab einfach ein paar Zweifel an dieser Organisation. Zudem braucht man sie nun wirklich nicht um die Umwelt zu schützen, da man ja selbst etwas tun muss und nicht andere die Arbeit machen lassen soll.
Man sollte Energie sparen, ja. Aber Umweltschutz besteht nicht einzig und allein daraus. Allein kann man ja sowieso nicht viel erreichen: wenn alle plötzlich entscheiden würden, auf eigene Faust den Regenwald zu retten, wo würden wir da landen? Am Ende wäre er ja noch schlimmer dran als vorher, da man ohne das nötige Geld und die Mittel unmöglich gut und effizient arbeiten und schützen kann. Deshalb gibt es ja diese Organisationen (wenn dir Greenpeace nicht gefällt, dann wwf oder was auch immer), die ohne die Spenden praktisch nichts unternehmen könnten. Allein lässt sich da nicht viel machen.
Wirklich gravierende Veränderungen kann man nur dadurch bewirken, dass alle mithelfen. Bei dir scheint der Übergang der "Gewissensberuhiger" und der Leute, die wirklich etwas tun, fließend zu sein. Vielleicht liegt da ein Missverständnis vor, aber für mich hieß "sein Gewissen zu beruhigen" von Anfang an, Energie zu sparen usw. Außerdem sehe ich keinen großen Unterschied zwischen einem Energiesparer an sich und einem, der zusätzlich noch Forestle nutzt. Je mehr man tut, desto besser.
Liebe Grüße,
Lyra
Dieser Beitrag wurde von Lyra292 bearbeitet: 26. September 2009 - 16:03 Uhr
misch66 28. September 2009 - 21:47 Uhr
Hat zwar nichts direkt mit dem Regenwald zu tun, sehr wohl aber mit dem Thema Umweltschutz:
200l Wasser für eine Latte? Sowas ist doch pervers..
Bro_Azrael 28. September 2009 - 21:57 Uhr
"Think about your morning Latte."
Da lacht sich der deutsche Zuschauer eins.
Srry for Spam.
Meister Rahl 29. September 2009 - 23:42 Uhr
Lyra292 sagte am 26.09.2009, 16:01:
Allein lässt sich da nicht viel machen.
Siehst du und da ist das Problem, da liegst du falsch. Das Video das Misch gepostet hat trifft es ganz gut, es geht darum zu ändern wie man denkt. Und ich will behaupten das du einfach falsch denkst und das du es gut findest wenn Leute nicht nachdenken sondern nur Geld spenden obwohl es zwingend notwendig ist das wir anders handeln, anders denken.
Lyra292 sagte am 26.09.2009, 16:01:
Man sollte Energie sparen, ja. Aber Umweltschutz besteht nicht einzig und allein daraus. Allein kann man ja sowieso nicht viel erreichen: wenn alle plötzlich entscheiden würden, auf eigene Faust den Regenwald zu retten, wo würden wir da landen?
Wo wir da landen? Das kann ich dir sagen. Niemand kauft mehr Holz aus dem Regenwald oder Produkte aus dem Holz/den Pflanzen des Regenwaldes bzw. nur das was durch Aufforstung und Zucht ersetzt werden kann. Niemand kauft mehr Produkte die auf verbrannter/abgeholzter Erde von ehemaligem Regenwald angebaut werden z.B. Öl aus dem Ölpalmen oder Nahrung.
Und dann, wie durch ein Wunder, ist der Regenwald gerettet. Dummerweise musste ich weder WWF noch Greenpeace bei diesem Prozess erwähnen, weil man sie nicht zwingend braucht.
Lyra292 sagte am 26.09.2009, 16:01:
Allein kann man ja sowieso nicht viel erreichen:
Nur jeder für sich allein kann die Welt retten, er kann andren helfen und Tipps geben, aber jeder muss umdenken und jeder muss etwas tun und tatsächlich gibt es keine andere Möglichkeit die Welt zu retten, zumindest keine mir bekannte. Es gibt einen Grund warum Aufklärungskampagnen zu den wichtigsten Werkzeugen von Umweltschutzgruppen gehören und dabei geht es nicht nur darum das diese dann Spenden erhalten.
Lyra292 sagte am 26.09.2009, 16:01:
Wirklich gravierende Veränderungen kann man nur dadurch bewirken, dass alle mithelfen. Je mehr man tut, desto besser.
Dann verstehe ich nicht was du an meiner Argumentation nicht kapierst und warum du dir selbst widersprichst. Genau das sage ich doch. Ich meine nur das jeder viel tun muss und geringe Aktionen nicht reichen. Das die Menschen sich nicht einfach ändern ist mir auch klar, aber darum geht es hier doch nicht oder?
misch66 sagte am 28.09.2009, 21:47:
Hat zwar nichts direkt mit dem Regenwald zu tun, sehr wohl aber mit dem Thema Umweltschutz:
200l Wasser für eine Latte? Sowas ist doch pervers..
Naja ist das schon das schlimmste Beispiel? Und die Frage ist auch, macht es wirklich viel aus etwas zu "verbrauchen" was immer wieder kommt? Wasser verschwindet ja nicht. Das Problem ist doch nur wenn Wasser dort viel verbraucht wird wo es ohnehin schon knapp ist. Ich könnte meinen Gartenschlauch durchgehend auf drehen und würde höchstens mein Portemonnaie schädigen, der Umwelt wärs egal weil wir hier im Erzgebirge extrem viel mehr Wasser haben als wir brauchen.
Deswegen wirkt das etwas wie Effekthascherei auf mich. Der Rest des Videos ist gut und sinnvoll, aber "Ein Kaffee Latte braucht 200l Wasser" ist fast so wie eine Schlagzeile in der Bild.
MfG, Rahl
Yuishin 30. September 2009 - 12:16 Uhr
Um mal kurz ein paar Sachen "richtigzustellen":
- Forestle
PCs, aber vor allem Server, die für die Nutzung des Internets nötig sind, verschwenden eh Unmengen Strom.
Wenn ich das Konzept dieser Suchmaschine nicht missverstehe, sind selbst die Suchen dort nicht "guten Gewissens" durchführbar. Eine Google Suche verbraucht Strom für 2 Stunden Betrieb einer 100-Watt-Lampe, wenn ich mich nicht falsch entsinne. Und ein Second Life Charakter verbraucht durchschnittlich so viel Energie wie ein durchschnittlicher Brasilianer.
Somit ist das eh alles bloß Kommerz, der auf dem "guten Gewissen" der Leute beruht, genau wie Agro-Sprit, Umweltprämie, Umweltzonen oder auch Mischs Coop-Werbung, etc.
(Die Beispiele kann ich bei Bedarf später näher erläutern.)
-Bundeswehr abschaffen?
1. Deutschland als imperialistisches Land benötigt seine Armee, um wirtschaftliche und politische Interessen auf der Welt durchzusetzen, und gewisse Warenkreisläufe entstehen zu lassen. (siehe z.B. Piraten in Somalia)
Wer glaubt, dass die Bundeswehr nur Brunnen baue und kleine Kinder zur Schule begleite, irrt.
Die Bundeswehr ist also auch für die zivile deutsche Wirtschaft wichtig, wenn nicht gar unerlässlich.
2. Die Waffenindustrie ist einer der größten und erfolgreichsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Und nicht nur, dass die Bundeswehr ein großer Kunde ist; wer gute Waffen verkauft, sollte auch gute Waffen besitzen.
Übrigens sind z.B. mindestens 60 amerikanische Wasserstoffbomben in Deutschland stationiert; somit verfügt es ja quasi auch über Atombomben.
Übrigens setzen die Deutschen, v.a. aber die Amis mittlerweile viel auf Outsourcing, also lieber Söldner krepieren lassen, und Privatunternehmen wie die DHL die Logistik machen lassen, um die politischen Kosten (Todesfälle in der BW) zu senken, auch wenn dafür die finanziellen Kosten (Sold für Söldner>Sold der BW) steigen.
(bedarf eigentlich auch noch näherer Ausführung, mangels Zeit verschoben.)
-Subventionen
... sind ein heikles Thema. Z.B. hängen deutsche Solaranlagenhersteller den chinesischen und japanischen mittlerweile weit hinterher, weil die deutschen Käufer durch die Subventionen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen kaufen, und sich nicht der Gesamtkaufpreis für sie rechnen muss, sondern die Eigeninvestition.
("Ich will, dass sich die Anlage in 20 Jahren rentiert." 10k € + 7k Subvention heißt, dass es reicht, wenn die Anlage pro Jahr 500€ Rendite Bringt, statt 850€. Dabei nimmt die Effektivität übrigens im Laufe der Zeit ab.)
Quellen könnte ich jeweils nicht nennen, das habe ich jeweils mal in Zeitungen oder Magazinen gelesen, teils auch mehrmals.
Insgesamt sind derartige Konzepte imho allerdings Heuchelei. Auch Greenpeace ist z.B. ein Konzern mit Führungspersonal, das nicht schlecht verdient. Allerdings gibt es dort auch nach wie vor viele coole Aktivisten, die das Zeug ehrenamtlich machen.
Wo man sein Geld und seine Zeit wirklich sinnvoll im Interesse der Umwelt/3.Welt einsetzen kann und sollte, kann ich in dieser Sekunde nicht konkret sagen. Grundsätzlich sind kleine NGOs wie FIAN o.ä. allerdings die bessere Adresse als kommerzielle Unternehmen.