Zipper sagte am 4.05.2010, 08:14:
"Erstmal Zipper - ich kann dinge nicht ändern die ich nicht ändern kann." - das ist ein toller Satz, wenn man gerne den Kopf in den Sand steckt, ich bin selber bei weitem kein Revolutionär, aber dieser Gedanke stört mich doch extrem, gehst du wählen? Weil eigentlich ist deine Stimme ja überflüssig, bei knapp (ka obs stimmt) 20mio Stimmen, kann deine Stimme ja eh nichts bewirken.
"Und wenn der Spritpreis von jetzt auf Morgen um 2 Euro erhöht werden würde" Mal kurz überlegen, wie oft wurde in der Politik schon etwas "von heute auf morgen" umgesetzt? ganze 3 mal?
Vorschläge hierfür wären z.B. 50Cent erhöhung pro Quartal/vierteljährlich, da kann dann keine Rede sein von "heute auf morgen" sein.
PS: Ich hätte keine Probleme damit, mir Gelder vom Staat zu holen, z.B. Arbeitslosengeld, schließlich habe ich ja auch was eingezahlt

Ich kann Dinge ändern die ICH ändern kann - und im letzten Ende bleib da nur ich selbst übrig - der sich ja soweiso schon fortlaufend und ständig verändert und entwickelt.
Ja ich gehe wählen - zwar meist die Opposition aber das ist ne andre Sache.
Und bevor der langsame ausstieg aus den Fossilverbrennern funktioniert muss wohl erstmal eine BEZAHLBARE Alternative gegeben sein.
50 Cent pro Quartal - gute Idee dann kommt die Wirtschaft nicht so schnell zum erliegen sondern geht in nem Jahr erst komplett zugrunde.
Vor allem der Privatfahrer ist dann halt der komplett verarschte weil er ja grade mal vor nem Jahr nen Neuwagen dank Abfrackprämie und Finazierung der Bank angeschafft hat.
Und vor manchen Dingen muss man die Augen verschliessen - so wie du deine scheinbar von dem Volkswirtschaftlichen Schaden verschliesst den eine Spritpreiserhöhung anrichten würde.
Ein Beispiel:
Berufspendler A fährt jeden beschissnen Tag 50 Kilometer zur Arbeit hat eine realtiv neue Familienkutsche und seine Frau nen Kleinwagen der schön etwas Älter ist damit sie die Einläufe erledigen kann und die Kinder zur Schule/Kindergarten/Arzt ect fahren kann.
Familienkutsche schluckt 9 Liter/100 Kilometer
Kleinwagen braucht 7Liter/100 Kilometer
Der Mann fährt im Monat somit 2100 Kilometer rein zur Arbeit und wieder heim und privat für Familienausflüge ect nochmal 350 Kilometer ergibt 2450 Kilometer und zahlt somit 110,25 Euro mehr pro Monat
Die Frau hat ne monatliche Fahrliestung von 500 Kilometern und somit 17,50 weniger in der Tasche.
Also haben die Beiden von Haus aus schonmal 127,75 weniger Geld (was sich alle 3 Monate nochmal erhöht) also am Ende des Jahres schon Mehr als 500 Euro pro Monat ausmacht.
Jetzt arbeitet der Mann noch als Fliesenleger/Elektriker/Sanitärinstalateur wasauchimmer und steigt auf der Arbeit zusammen mit seinen Kollegen in den Firmenbus und wird zur Baustelle/Arbeitsort gefahren.
Somit hat auch der Betrieb bei dem er angestellt ist Mehrkosten die er endweder auf den Kunden umlegen kann (wobei sich dann die meisten Kunden halt nen Handwerksbetrieb suchen der es günstiger macht (Bautrupps aus Polen ect.)
Somit gehen die Geschäfte des Arbeitgebers schlechter was im Endeffekt zu Entlassungen/Kurzarbeit oder ähnlichem führt.
Aber der Mann hat Glück ist ein tüchtiger Arbeiter und bleibt weiter beschäftigt. (da die Auftragslage schlecht ist kann er sich ne Gehaltserhöhung aber abschminken)
Aber natürlich haben auch andre Unternehmen nun massive Mehrkosten durch die Spritpreiserhöhung was zum Teil auf die Kunden umgelegt wird und somit alles teurer wird.
Die Lebenshaltungskosten steigen und steigen.
Und von Steuerentlastung oder ähnlichem ja keine Spur denn die Mehreinnahmen durch die Spritpreiserhöhung werden in die Forschung gesteckt um Alternative Fahrzeugantriebe zu entwickeln.
Und wenn dann nach 1 bis 2 Jahren ein großserientauglicher Antrieb entwickelt ist und dafür die Infrastruktur geschaffen wurde um die Alternativtreibstoffe wie Wasserstoff/Ladestationen/Akkutauschzentralen whatever ist es egal weil allein die Beiden ja theorethisch in den Beiden Jahren (und 2 Jahre sind noch ne gute Schätzung) schon knappe 10000 Euro Mehrkosten alleine an der Tankstelle hatten.
Was will diese fiktive Beispiel zeigen:
Wie bei allen Diskussionen um eine Spritpreiserhöhung denken die die nach teurerem Sprit rufen nicht darüber nach was es dem zarten Gebilde namens Wirtschaft antun würde.
Aber DU hast ja auch kein Problem damit dir Geld von einem Staat zu holen was im Endeffekt nur die Schuldenbelastung MEINER Kinder erhöht.
Und nochwas ganz andres - Schonmal drüber nachgedacht das die Haltung eines Mittelgroßen Hundes mehr CO² verursacht als ein Mittelklassegeländewagen bei einer Laufleistung von 30000 Kilometern pro Jahr ausstösst.
Also wenn du bei deinem Vorschlag bleibst den Spritpreis um 2 Euro anzuheben dann währe mein einzig gangbarer Gegenvorschlag - Ein Pfahl ein Haufen Reisig ein Kanister Benzin und ein Streichholz.
Have a nice day