David sagte am 15. Mai 2011 - 23:54 Uhr:
Außerdem ist deine Auffassung ziemlich modern und entspricht nicht meinen Wertvorstellungen. Du beschreibst den Menschen wie eine Maschine, die ersetzbar ist. Die Mentalität wie "Ach, der ist tot, zerstückelt den und gibt den Rest den Hunden" erscheint mir äußerst suspekt und nachvollziehen kann ich sie ebenfalls nicht.
Ich weis nicht, irgendein antiker griechischer Philosoph hat sich bestimmt auch schon so geäußert. Ich mag es grundsätzlich nicht ethische und moralische Vorstellungen mit modern zu bezeichnen, denn solche Überlegungen können nicht neu sein weil es sie schon einmal gegeben hat (nicht unbedingt bei den alten Griechen aber bestimmt in der Antike).
Und ähnlich wie ich, mit der Behauptung du wolltest jemanden überzeugen, hast auch du hier wohl mehr rein interpretiert als dir möglich sein sollte raus zu lesen. Wie ich in diesem Thread schon meinte finde ich man sollte Tote Wesen mit Respekt behandeln (nur Menschen nicht noch extra). Das ich auch nüchtern betrachten kann was der Bestatter mit einem Leichnam macht stört dich vielleicht, heißt aber nicht es würde mich alles gar nicht kümmern oder ich hätte keinen Respekt.
Die Sache ist nur die, ich respektiere das Leben mit Abstand am meisten. Von daher kann ich also nur der Meinung sein ein Leben zu retten steht weit über der Ästhetik einer Leiche.
Es ist aber eben nur totes Fleisch. Ich respektiere die Trauer der Angehörigen und ihr Bedürfnis sich zu verabschieden und behandle damit jeden Toten entsprechend. Nur der Leiche an sich kann ich keinen Respekt entgegenbringen, das widerspricht meinem Verständnis von Respekt, der für mich wie gesagt nur mit den Lebenden zu tun haben kann. Du darfst mich gerne dafür hassen.
David sagte am 15. Mai 2011 - 23:54 Uhr:
Wahrscheinlich bist du ein gnostischer Atheist und hast dich nie mit dem Thema Sterben und Tod beschäftigt. Dies soll nichts mit Religionen zu tun haben, aber dass der Tod gleichgültig ist, mag von Unreife zeugen.
Was sollen diese Mutmaßungen? Mich provozieren oder? Nun ich habe das auch getan, von daher kann ich das verstehen. Nichtsdestotrotz sind es blanke Unterstellungen für die du keinen wirklichen Hinweis hast.
Ich erlerne ab diesem Jahr den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers und habe auch schon einige Erfahrung als Pflegehelfer gesammelt. Ich habe inzwischen eine Menge Leute sterben sehen und du willst mir unterstellen mich noch nie mit dem Tod beschäftigt zu haben? Nun, auch ohne diese direkte Erfahrung hatte ich mich schon reichlich mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Ich behaupte auch nicht der Tod sei gleichgültig. Nur das es gleichgültig ist wieviel von einem bzw. in welcher Form ein Leichnam bestattet wird. Wichtig ist das die Angehörigen des Verstorbenen trauern und sich mit seinem Tod auseinandersetzen und ihn verarbeiten können. Wichtig ist das man sich an die Person erinnert wie sie im Leben war. Was hat der Leichnam schon noch damit zu tun?