Hallo hier einige wichtige Fragen die zur Schweine Grippe gestellt werden.
1. Was ist die Grippe A(H1N1)?
2. Wie unterscheidet sie sich von einer saisonalen Grippe?
3. Ab wann und wie lange ist eine erkrankte Person ansteckend?
4. Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
5. Wird die Grippe A(H1N1) über Schweinefleisch übertragen?
6. Wie gefährlich ist die Krankheit?
7. Wie wahrscheinlich ist eine Grippepandemie?
8. Gibt es bei der Grippe A(H1N1) besonders gefährdete Personen?
9. Sind in der Schweiz bereits Personen an der Grippe A(H1N1) erkrankt?
10. Kann ich mein Kind noch zur Schule schicken, wenn an der Schule ein Verdachtsfall aufgetreten ist?
11. Was sollen Personen tun, die unlängst ein Land bereist haben, in dem die Grippe A(H1N1) ausgebrochen ist?
12. Ist es angezeigt, dass Personen, die zurzeit in Mexico sind, sich nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben?
13. Sollen Personen, die aus einem Land mit Grippe A(H1N1) zurückgekehrt sind, vorsichtshalber das Medikament Tamiflu® einnehmen?
14. Wie gross sind die Vorräte an Tamiflu® und wie würde das Medikament verteilt?
15. Soll man eine Urlaubsreise nach Mexiko oder in andere von der Grippe A(H1N1) heimgesuchte Länder unternehmen?
16. Wohin kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Allgemeine Informationen
In unregelmässigen Zeitabständen (einige bis mehrere Dutzend Jahre) entstehen neuartige Grippeviren, gegen welche den meisten Menschen die Abwehrkörper fehlen. In einem solchen Fall kann es zu einer Grippepandemie kommen, d.h. zu einer weltweiten Ausbreitung der Krankheit innerhalb weniger Monate. Um die negativen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen möglichst gering zu halten, bereiten sich die Schweiz und andere Länder auf eine mögliche Grippepandemie vor. Noch spricht man im Fall der Grippe A(H1N1) nicht von einer Pandemie. Doch besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit zu einer Pandemie entwickelt.
1. Was ist die Grippe A(H1N1)? Die neue Grippe wird durch einen neuen Virusstamm des Subtyps A(H1N1) verursacht. Das Virus ist eine Kombination aus zwei Schweineviren, einem Geflügelvirus und einem Menschenvirus. Deshalb der bisherige Name "Schweinegrippe". Zwar erkranken auch Schweine immer wieder an Grippe: Die „normalen“ Schweinegrippe-Viren werden aber nur sehr selten auf Menschen übertragen – und wenn doch, verbreiten sie sich nachher nicht von Mensch zu Mensch weiter. Das in Mexiko neu aufgetauchte Virus hingegen überträgt sich von Mensch zu
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Mensch: über Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen oder durch Berührung verunreinigter Oberflächen (etwa der Hände beim Händeschütteln).
2. Wie unterscheidet sie sich von einer saisonalen Grippe?
Die Symptome sind dieselben: Es handelt sich um eine akute Atemwegserkrankung mit Fieber über 38 Grad. Bei älteren Menschen kann allerdings das Fieber fehlen. Meist haben die Erkrankten Halsschmerzen, Husten und Schnupfen. Typisch für Grippeerkrankungen sind auch Schüttelfrost, Muskel-, Kopf- oder Gelenkschmerzen. Manche Patienten leiden zudem unter Müdigkeit und/oder Appetitlosigkeit. Bei Kleinkindern können zusätzlich Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten.
3. Ab wann und wie lange ist eine erkrankte Person ansteckend?
Bei Grippeerkrankungen sind die betroffenen Patienten schon während der Inkubationszeit ansteckend, also bevor die Symptome ausbrechen. Ein Erwachsener kann das Virus noch drei bis sieben Tage nach Ausbruch der Krankheit weitergeben, Kinder jedoch können viel länger anstecken.
4. Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Indem man keine Reisen in Länder mit grosser Verbreitung der Grippe A(H1N1) unternimmt (siehe Situationsbericht unter www.bag.admin.ch/influenza/06411/index.html?lang=de ). Wer trotzdem dorthin reisen muss, sollte Menschenansammlungen meiden. In öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt es sich, über Nase und Mund eine Hygienemaske zu tragen (chirurgische Masken Typ II und IIR, erhältlich im Detailhandel). Zudem ist es wichtig, sich häufig die Hände mit Seife zu waschen. Wer selbst husten oder niesen muss, sollte sich unbedingt Mund und Nase mit einem Wegwerftaschentuch – oder zur Not mit dem Ellbogen – bedecken. Es ist zudem angezeigt, in betroffenen Gebieten auf Händeschütteln oder Umarmungen zur Begrüssung zu verzichten und sich Menschen, die selbst Grippesymptome zeigen, nicht unnötig zu nähern (es sollte ein Abstand von einem Meter eingehalten werden).
5. Wird die Grippe A(H1N1) über Schweinefleisch übertragen?
Nein: Das Virus steckt nicht im Schweinefleisch, dieses kann risikolos gegessen werden. Die Grippe A(H1N1) zirkuliert unter Menschen. Beim Essen sind deshalb jene Vorsichtsmassnahmen einzuhalten, die auch bei einer saisonalen Grippe gelten: Kranke Menschen sollen keine Speisen zubereiten und sie sollen Nahrungsmittel, die sie berührt oder angebissen haben, nicht weitergeben. Auch sollen Kranke und Gesunde nicht aus demselben Geschirr oder mit demselben Besteck essen.
6. Wie gefährlich ist die Krankheit?
Zurzeit lässt sich über die Gefährlichkeit der Krankheit, wie auch über die Todesfallraten noch wenig aussagen. In Nordamerika (Mexiko und USA) sind einige Menschen an der Grippe A(H1N1) gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die nationalen Gesundheitsbehörden von Mexiko und den USA sammeln laufend Daten zur Epidemiologie und zur Krankheit und werten sie aus. Grundsätzlich lässt sich aber sagen: Ein neuartiger Virus-Subtyp wie A(H1N1) ist deshalb gefährlich, weil das Immunsystem noch nie mit ähnlichen Viren konfrontiert wurde und deshalb keinen Schutz gegen die Infektion bietet – und weil tierische Viren, die sich an den Menschen anpassen, äusserst ansteckend sind.
7. Wie wahrscheinlich ist eine Grippepandemie?
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Mittwoch, 29. April die pandemische Warnperiode auf die zweithöchste Phase 5 angehoben (phase 5 of pandemic alert). Die Stufe 5 ist
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charakterisiert durch Krankheitsausbrüche in mindestens zwei Ländern einer WHO-Region mit Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Die WHO hält die Staaten an, ihre Vorbereitungen zu intensivieren, um ein Ausbreiten der Grippe A(H1N1) zu verhindern oder einzudämmen. Die Entwicklung eines spezifischen Impfstoffs gegen die Grippe A(H1N1) wird noch mindestens drei Monate dauern – die WHO unterstützt diesen Prozess.
8. Gibt es bei der Grippe A(H1N1) besonders gefährdete Personen?
Gefährdet sind vor allem Personen, die Reisen in die betroffenen Gebiete unternehmen. Sie sollten die oben beschriebenen Vorsichtsmassnahmen einhalten (siehe Antwort 4). Über die Verteilung der Fälle auf bestimmte Altersgruppen kann bislang noch wenig gesagt werden. Medienberichten zufolge sind in Mexiko auch gesunde Menschen zwischen 25 und 45 Jahren erkrankt. Bei der saisonalen Grippe hingegen sind vor allem ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen gefährdet, weil es bei ihnen häufiger zu Komplikationen kommt.
9. Sind in der Schweiz bereits Personen an der Grippe A(H1N1) erkrankt?
Auch in der Schweiz ist das neue Influenzavirus diagnostiziert worden. Zudem befinden sich mehrere Verdachts-Fälle in Abklärung. Die aktuellen Zahlen entnehmen Sie jeweils dem neusten Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit (www.bag.admin.ch/influenza/06411/index.html?lang=de ). In der Schweiz besteht das Risiko, dass die Grippe A(H1N1) durch Reisende aus den betroffenen Gebieten eingeschleppt wird.
10. Kann ich mein Kind noch zur Schule schicken, wenn an der Schule ein Verdachtsfall aufgetreten ist?
Kinder dürfen weiterhin zu Schule, sofern der zuständige Kantonsarzt keine gegenteiligen Anweisungen erteilt. Der Kantonsarzt übernimmt die Aufgabe, Personen, die mit dem Verdachtsfall in engem Kontakt standen (Abstand unter einem Meter), anzusprechen. Falls notwendig, wird er bei diesen Kontaktpersonen eine Isolierung zu Hause anordnen. Grundsätzlich sollten alle Personen, die Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten, die angezeigten Hygienemassnahmen (häufiges Händewaschen, in ein Taschentuch husten oder niesen) einhalten. Darüber hinaus sollten diese Personen einen Abstand von mindestens einem Meter zu andern Menschen wahren. (Siehe auch Merkblatt „Pandemiebedrohung: Empfehlungen für Personen, die Kontakt mit einem Verdachtsfall hatten“ unter www.bag.admin.ch/influenza/06411/index.html?lang=de ).
11. Was sollen Personen tun, die unlängst ein Land bereist haben, in dem die Grippe A(H1N1) ausgebrochen ist?
Wer aus den betroffenen Gebieten in die Schweiz zurückkehrt und in den ersten sieben Tagen nach der Rückkehr an Grippesymptomen leidet, sollte zu Hause bleiben und umgehend einen Arzt oder eine Ärztin anrufen. Der Arzt ist über die Symptome wie auch die Reisedestination zu informieren. Dasselbe gilt für Personen mit Grippesymptomen, die Kontakt hatten zu erkrankten Reiserückkehrern.
12. Ist es angezeigt, dass Personen, die zurzeit in Mexico sind, sich nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben?
Ein Aufenthalt in Mexico oder sonst einem betroffenen Gebiet beinhaltet aus heutiger Beurteilung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Doch im Moment ist es nicht nötig, dass sich alle Rückkehrer in Quarantäne begeben. Heimkehrende aus betroffenen Gebieten, die unter Grippesymptomen leiden, müssen jedoch unverzüglich einen Arzt/eine Ärztin anrufen. Der Kantonsarzt des betreffenden Kantons wird dann die Isolierung anordnen und entscheiden, ob noch weitere Kontaktpersonen des erkrankten Patienten isoliert werden. Ohne Ausnahme alle Rückkehrer
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sollten folgende Hygienemassnahmen befolgen: sich regelmässig und gründlich die Hände waschen und sich beim Niesen und Husten ein Wegwerftaschentuch vor Nase und Mund halten. Dies hilft zu verhindern, dass sich der Erreger weiter ausbreitet.
13. Sollen Personen, die aus einem Land mit Grippe A(H1N1) zurückgekehrt sind, vorsichtshalber das Medikament Tamiflu® einnehmen?
Fachleute raten davon ab, auf eigene Initiative antivirale Medikamente einzunehmen. Patienten, bei denen die Erkrankung tatsächlich festgestellt wird, erhalten im Spital oder vom Arzt, der Ärztin die adäquate Behandlung. Tamiflu® ist rezeptpflichtig, wird von den Kassen aber zurzeit nicht übernommen.
14. Wie gross sind die Vorräte an Tamiflu® und wie würde das Medikament verteilt?
Als wirksam gegen die Grippe A(H1N1) werden zwei Medikamente eingestuft: Tamiflu® und Relenza®. Der Bund hat so viele Medikamente an Lager, dass ein Viertel der Bevölkerung bei Erkrankung behandelt werden könnte. Zurzeit wird der entsprechende Wirkstoff, der sich im Pflichtlager befindet, zu Kapseln verarbeitet. Die Schweiz verfügt dann über 30 Millionen Kapseln, die ausreichen, die erkrankte Bevölkerung zu behandeln und das gesamte mit der Krankheit konfrontierte Pflege- und Medizinalpersonal zu schützen. Sobald das Pflichtlager freigegeben wird, erhält jeder Kanton ein Kontingent an Medikamenten, für deren Verteilung er zuständig ist.
15. Soll man eine Urlaubsreise nach Mexiko oder in andere von der Grippe A(H1N1) heimgesuchte Länder unternehmen?
Zurzeit sind in Mexiko etliche Bundesstaaten von der Grippe A(H1N1) betroffen. Die Lage vor Ort verändert sich rasch. Eine Reise in ein betroffenes Gebiet beinhaltet ein Gesundheitsrisiko, das schwer einzuschätzen ist. Deshalb rät das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Reisen nach Mexiko – insbesondere nach Mexiko City – wenn möglich zu verschieben. Für die andern Länder gibt das BAG momentan keine Reiseempfehlung ab. Die Situation wird laufend überprüft.
16. Wohin kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Das BAG hat eine Hotline eingerichtet. Während Bürozeiten erhalten Sie unter der Nummer ++41 (0)31 322 21 00 Antworten auf Ihre Fragen. Für aktuelle Informationen zur Grippe A(H1N1) stehen zudem folgende Webseiten zur Verfügung:
• BAG-Influenzawebseiten:
http://www.bag.admin.ch/influenza/
• BAG-Pandemiewebseiten: www.pandemia.ch mit Informationen für die Bevölkerung;
• Pandemieplan Schweiz 2009 (Link)
• WHO (Weltgesundheitsorganisation):
http://www.who.int/en/ und
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html