Izzuv sagte am 5.11.2010, 18:16:
Wenn ich einmal einer Diskussion beiwohnen darf, bei der du das halb volle Glas siehst, auch wenn es sich anbietet, ein halb leeres zu sehen, dann ist mein Leben vollendet.
Da verstehst du was falsch, ich sehe das nicht schwarz so wie du mir das unterstellst sondern einfach anders weil ich Dinge anders einschätze.
Izzuv sagte am 5.11.2010, 18:16:
Natürlich gibt es mit einer Weltmacht Krieg. Aber sieh's mal utilitaristisch, auch wenn das in diesem Fall menschenverachtend erscheint: Was ist schlimmer - Ein Krieg im Ausmaß des Afghanistan-"Einsatzes" oder ein dritter Weltkrieg, verursacht von mehreren Atommächten?
Da leigt der Hund begraben. Ich fände einen Weltkrieg eben nicht schlimmer, selbst wenn er ausbrechen und zu einem Atomkrieg werden würde (was beides nicht passieren muss wie der kalte Krieg zeigte).
Es gibt da zwei Seiten - und ich kann beide verstehen - die eine findet Menschen opfern ist nicht schlimm wenn dafür viele überleben, die andere findet Menschen zu opfern bedeutet die Menschlichkeit und Moral zu opfern was schlimmer ist. Es ist eben diese altbekannte Zwickmühle und ich kann wie gesagt beide Seiten verstehen und stehe damit zwischen den ideologischen Fronten.
Ich weiß nur zwei Dinge sicher, Menschen töten ist selten ein guter Weg oder eine schöne Sache, aber der Tod ist Teil des Lebens und eine Notwendigkeit. Evolutionär und biologisch gesehen ist es notwendig das eine Art untereinander kämpft und damit direkt oder indirekt tötet.
Allerdings neige ich entgegen dem evolutionären Sinn dazu töten in fairen Kämpfen moralisch gut heißen zu können, ebenso wie das töten von klar nicht rehabilitierbaren Mördern und anderen schlimmen Schädlingen.
Alles in allem führt es aber dazu das ich deine Ansicht einfach nicht teilen kann das eine Weltmacht besser ist als mehrere gleichstarke Supermächte. Erstens ist es unklar ob solch eine Situation zu einem Weltkrieg führen würde und zweitens ist es ebenso unklar ob das zu einem Atomkrieg führen würde.
Im Fall eines Atomkrieges hätte die Menschheit die Ausrottung verdient, für unverzeihliche Fehler muss man eben bestraft werden, auch im Sinne der Evolution. (alles in allem fällt das auch unter "nicht rehabilitierbare Schädlinge verdienen den Tod")
Ich kann die Möglichkeit eines Weltkrieges einfach nicht als besser empfinden als das unfaire Abschlachten der Schwächeren, einfach weil ich in diesem Fall von evolutionären Methoden Abstand nehme (die ich sonst über viele Entwicklungen der modernen Gesellschaft bevorzuge).
Izzuv sagte am 5.11.2010, 18:16:
Der Gedanke allein ist ohnehin absurd, die USA ist unbestrittene Weltmacht und das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben.
Der Gedanke ist absurd? Du meinst China wird da nicht mittel- wenn nicht sogar kurzfristig mithalten können? China dominiert die USA wirtschaftlich gesehen schon längst. Es hat Deutschland als Exportweltmeister abgelöst, hält die größten Dollarreserven der Welt (der Dollar ist immer noch die international wichtigste Währung) und investiert bereits fleißig in aller Welt. Langfristig gesehen könnte China, wenn die Entwicklung so weitergeht, den Kapitalismus und die westliche Welt als ganzes Ausbluten, denn auch wenn sie ihn kopieren, im Fall der Fälle kann dieser diktatorische Staat den Absturz des Kapitalismus besser überstehen.
Sie halten die USA doch längst bei den Eiern. Chinas politischer Einfluss wächst mit ihrem wirtschaftlichen, das alle Welt weiterhin Knickse vor ihnen macht, nachdem sie sich nicht an die Abmachung gehalten haben die Menschenrechte mehr zu befolgen wenn die olympischen Spiele zu ihnen kommen, beweist das doch.
Technologisch gesehen und was die militärischen Strukturen angeht ist die USA noch führend, aber China kann gut kopieren und tut das schon sehr lange. Es ist bekannt das amerikanische Militärtechnologien und solche der Wirtschaft in großen Stil per Spionage geklaut wurden und werden, von der Chinesen. China kann jetzt schon auf die größere Zahl zurück greifen als die USA und ist damit längst ein ebenbürtiger Gegner, wenn sie es noch schaffen die Bündnisstrukturen der USA langsam zu zersetzen und selbst mehr Einfluss gewinnen - was sie eben durch die Wirtschaft machen bzw. die USA schafft in dem sie sich unbeliebt macht - dann ist es schnell vorbei mit der angeblich unerreichbaren Macht der USA.
Ich erkenne hier im Thread wieder eine typische menschliche Verhaltensweise, glauben was man glauben will, speziell wenn es einem die Angst diktiert. Alles in allem hat die westliche Welt ja mehr Sympathien für die USA (obwohl ich nicht finde das sie mehr verdienen) als China. Deswegen hat man vorm Chinesen auch Angst und will deswegen an dem Glauben festhalten der große Bruder sei unschlagbar. Wenn ihr da mal nicht einen großen Fehler macht.
Tiuri sagte am 5.11.2010, 18:20:
Find ich ziemlich schlecht, dass du aufgrund meiner 17 Jahren denkst ich habe keine Ahnung von Politik.
Ok das war wohl unklar, aber das mit dem Jung war nur auf konservativ abgemünzt (hinter dem die Klammer ja auch stand). Konservativ werden viele Alte denn der Mensch hält gern an Gewohntem fest und hat Angst vor Ungewohntem. Wenn ein junger Mensch konservativ ist hat er nicht viel Verstand oder glaubt naiv das was ihm die Ältere Generation diktiert. Rechtspolitisch werden Junge aus anderen Gründen. Meistens aus Angst und Perspektivlosigkeit.
Ich halte dich nicht für zu jung um Ahnung von Politik zu haben (was auch immer das eigentlich heißt). Ich halte dich nur für zu naiv und zu gedanklich eingeengt um wirklichen Durchblick zu haben. Ist aber keine Schande, den hatte ich damals auch nicht und selbst jetzt verstehe ich genug Dinge nicht und vielleicht sehe ich sogar alles falsch, etwas anderes zu behaupten wäre anmaßend.
Tiuri sagte am 5.11.2010, 18:20:
Achja.. und rechts ist nicht braun.
Das hab ich doch auch nie behauptet. Das verstehen viele rechtspolitischen Jugendlichen nur immer so wenn jemand gegen Rechts spricht, oftmals weil sie eigentlich Neo-Nazi Einstellungen vertreten und das nur nicht zugeben oder wahrhaben wollen, oder weil sie sich von allen angegriffen fühlen und vernünftige Beiträge von hirnlosem Geschwafel nicht mehr unterscheiden können da sie in einer Dauer-Abwehrhaltung sind (was im deutschsprachigen Raum schnell passiert da hier doch alle von Nazi-Deutschland besessen sind).
Ändert aber nichts daran das jemand der klar und sicher weiß das er nur gemäßigt rechtspolitisch eingestellt ist und ein wenig Selbstbewusstsein hat sich von so was nicht ständig aus der Bahn werfen lässt. Zu deiner Antwort kann sich da jetzt jeder selbst seinen Teil denken.
Tiuri sagte am 5.11.2010, 18:20:
Und warum Patrioten vollidioten sind, erklär mir das mal einer.
Oh dazu gibt es einige nette Erklärungen, die meisten sind nur nicht unbedingt sonderlich nett zu den Patrioten.
Weder weiß ich noch von wem das Zitat ist (eine hist. Persönlichkeit der Antike glaub ich) noch seinen genauen Wortlaut, aber... lassen wir das ich kriegs nicht zusammen.
Es war irgendwas mit wenn jemand sonst nichts hat auf was er Stolz sein kann dann ist er Stolz auf sein Land oder so.
Wie auch immer. Ich bin der Überzeugung wenn sich jemand Gedanken um Moral, Menschlichkeit und Menschsein macht und seine eigenen Schlussfolgerungen zieht - und dabei auf die richtigen kommt denn da gibt es richtig oder falsch - dann muss ihm klar werden das Staaten etwas sehr abstraktes und unnötiges für das Individuum an sich sind und es deshalb sinnlos ist auf so etwas Stolz zu sein. Man selbst macht den Staat nicht zu dem was er ist und hat selten viel Anteil an dessen Leistungen. Stolz auf das zu sein was man selbst erreicht hat, oder auch auf einem nahe Menschen die man positiv beeinflusst hat, ist logisch und schlüssig.
Aber ich habe nichts damit zu tun was mein Land erreicht (dem fliegenden Spaghettimonster sei Dank) und kann deswegen doch auch nicht stolz darauf sein. Patriotismus ist einem Menschen der zumindest in gesunden Maßen auf die Logik zurückgreift einfach unwürdig.
Patriotismus führt meistens dazu das man Einwohner anderer Länder als weniger wertvoll betrachtet, weil sie ja nicht im eigenen ach so tollen Staat leben. Patriotismus kann einem Staat Zusammenhalt und Stärke geben führt damit aber unweigerlich auch zu immer größeren Kriegen, weil zu mehr Rivalität zwischen Staaten.
Alles in allem heißt das, Patriotismus ist toll für einen Staat aber etwas was nur naive oder dumme Massen annehmen können, denn für das Individuum ist Patriotismus sinnlos oder höchstens gefährlich (natürlich sind die Führer von Staaten ausgenommen). Das führt bei intelligenten Menschen üblicherweise dazu das sie Patrioten für Vollidioten halten. Das ist nicht ganz fair, denn nicht alle Patrioten sind dumm, manche sind eben auch nur naiv.
Tiuri sagte am 5.11.2010, 18:20:
Jeder Ausländer ist ja auch stolz auf sein Vaterland und versucht das immer und immer wieder zu zeigen. Aber die Deutschen/ Schweizer? NEIN dann ist man gleich ein Hobbynazi.
Tja diese Aussage ist leider ein Beweis von rechtspopulistischem Gedankengut bei dir. Ausländer wird abwertend benutzt in dem sie alle auf die gleiche Ebene gestellt werden und ihnen vorgeworfen wird sie würden immer ihren Patriotismus zeigen müssen, dabei hat das ganze einen negativen Unterton, so als wäre es schlimm wenn es so wäre - was es nicht ist denn nicht jeder Ausländer ist Patriot und nicht jeder Patriot schreit das in die Welt hinaus (wenn auch nahezu alle).
Das ist eben der Fehler bei Patriotismus, er führt oft dazu das Patrioten anderer Länder negativ betrachtet werden, abgesehen von Verbündeten versteht sich.
Von meiner Warte aus gesehen hast du das selbe Recht Patriot zu sein wie irgendwelche Ausländer. Jeder hat das Recht dumm oder naiv zu sein, man kann es aber auch lassen.
Natürlich ist es im deutschsprachigen Raum schwieriger Patriot zu sein, an die Verbrechen unserer nahen Vorfahren erinnert sich jeder - dafür haben die Alliierten gesorgt. Die Verbrechen der anderen blieben entweder relativ unbekannt weil sie nie besiegt wurden oder weil es länger her ist. Es ist also nicht fair das Patrioten im Deutschsprachigen Raum oft kritischer beäugt werden, aber trauern werde ich ob dieses Umstandes nicht. Wobei... ich finde es schon ungerecht das man Bush nicht mit Hitler vergleichen darf oder Juden als feige Mörder beschimpfen darf wenn sie weniger Wehrhafte Nachbarn zusammenbomben und aus ihren Heimen vertreiben...
Ok ich war ja sonst so gesittet in diesem Beitrag, deswegen einmal was unfreundliches:
Quest Gamer1 sagte am 5.11.2010, 19:58:
Auch zur Thematik das die Linke so stark geworden ist schweige ich jetzt mal. Allein der Denkansatz "Deutschland verrecke" müsste doch manchen komisch vorkommen. Schließlich leben die meisten von denen sogar noch vom Sozialsystem.
OT: Die USA wird solange ne Weltmacht bleiben, bis wir alle vom Osten zugebombt werden und so unsreren schönen Planeten mit all seinen Kulturen und Völkern verlieren.
Kannst du nicht einfach mal deine Klappe und dein dünnes Gesabbel für dich behalten? In Deutschland gibt es eine Tendenz zu politischen Extremen, dabei gibt es hier auch Linke und nicht nur Rechte Machtzunahme wie in vielen anderen Ländern. Trotzdem ist die Linke nicht wirklich stark geworden weil die wachsende Rechte das ausgleicht.
Der Denkansatz "Deutschland verrecke" ist auch höchstens Teilen der Linksextremen zu zu ordnen nicht der gesamten Linken und das die alle vom Sozialsystem leben ist eine genauso dumme Rechtspopulistische Unterstellung. Rechtsextreme leben wie Linksextreme auch oft von Hartz 4 und sind Verfassungsfeindlich.