Sollizitator sagte am 26. Juni 2011 - 09:21 Uhr:
@Lordhulkster: Ich kenne die von dir genannten Zahlen, da ich mich schon recht lange mit Astronomie beschäftige. Wobei das teilweise allerdings "Hausnummern" sind. Die Frage war aber, ob der Glaube an außerirdisches Leben von einer wissenschaftlichen Einstellung zeugt. Und nicht, ob man trotz bzw. wegen dieser an die Existenz dessen glaubt.
Ich denke, genau das ist der Fall. Es bedingt sich in beide Richtungen und schließt sich für mich keinesfalls aus. Es gibt sehr viele sehr seriöse Wissenschaftler, die an einen Gott glauben (und damit meine ich nicht nur den Christengott), aber dennoch wissenschaftlich gesehen fest von der Existenz weiteren (auch intelligenten) Lebens ausgehen. Die Kirche indes leugnet dies (offiziell zumindest) verständlicherweise. Und dass obwohl die nicht zugänglichen Archive des Vatikan voll von astronomischen Schmankerln sind. Warum sonst hätte die Kirche bereits damals alles daran gesetzt, Kopernikus, Galilei oder Tycho Brahe zu verteufeln. Die Kirche wußte damals schon mehr, als sie nach außen hin zugibt. Viel mehr sogar. Ich bin zwar kein Verschwörungstheoretiker, glaube aber fest daran, dass sich Dokumente und sogar Beweise im Besitz der Kirche befinden, deren Veröffentlichung die Welt, wie wir sie kennen in den Grundfesten erschüttern würde. Der Onkel eines Freundes von mir ist Priester in der Kongregation für Glaubensfragen im Vatikan. Er wollte uns mal bei einem Besuch in den - zumindest für handverlesene Wissenschaftler - halbwegs frei zugänglichen Teil der Bibliothek mitnehmen...Keine Chance. Da wird ein Geheimnis draus gemacht, welches ich zumindest nicht verstehen kann. Und wenn man dann noch durch die Osttür, vor der zwei Offiziere der Schweizergarde stehen, in den Keller möchte, ist alles aus...Was da wohl drinliegt? Selbst wenn es "nur" gerettete Teile der Bibliothek von Alexandria sind, wäre es ein unermesslicher Schatz.
Was ich jedoch damit ausdrücken möchte. Von Seiten der Wissenschaft gibt es - denke ich mal - keinerlei Gründe die Existenz extraterristischen Lebens von einem Fehlen Gottes abhängig zu machen. Umgekehrt wahrscheinlich schon. Alle weiteren Fragen dazu wären dann aber nicht mehr naturwissenschaftlich und beweisbar sondern gingen dann in den philosophischen Bereich - nach dem Motto "Wer schuf Gott?" oder "Wie groß ist unendlich?" oder "was kommt nach uns?".
Es gibt da so herrliche Theorien wie zum Beispiel die Theorie des pulsierenden Universums, welches seit Anbeginn der Zeit "da" war und sich immer weiter solange ausdehnt, bis es kollabiert...worauf dann ein neuer "Urknall" entsteht und das ganze Spiel von neuem losgeht, bis das Universum sich wieder soweit ausgedeht hat, dass es aufs Neue kollabieren kann...Ich bin kein Wissenschaftler, halte solche Theorien aber für wenig wahrscheinlich. Vor allem beantworten sie auch nicht die Frage danach, was vorher war oder zumindest woher es kommt, dass dieser Prozeß irgendwann einmal ins Laufen kam.
Für den der mal etwas nachlesen möchte und dabei beide Seiten sehen will:
Werner Keller - und die Bibel hat doch Recht
auf der anderen Seite die Bücher der Israelischen Archäologen Finkelstein und Silberman - Keine Posaunen vor Jericho oder David und Salomo
Sehr interessante Bücher, die jeweils einen gegensätzlichen Standpunkt beleuchten und recht seriös wirken. Vor allem Keine Posaunen vor Jericho ist sehr zu empfehlen.
Wer mag und sich gerne erheitern möchte, kann ja auch mal ein wenig bei Erich von Däniken nachblättern...Sehr nette und sehr abstruse Ideen