Mein gesammelter Senf über die letzten paar Seiten:
Zitat
Wie gesagt solche Leute sind verzweifelt, hasserfüllt, entschlossen, vielleicht krank aber nicht dumm. Dumme hätte sich einfach selbst still und heimlich das Leben, der wollte ein Zeichen setzen. Hatt er ja geschaft, oder?
Ganz falsch. Intelligente Leute, die auch nur über den winzigsten Fitzel Empathie verfügen, würden ab-so-lut niemals auf die Idee kommen, anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn so einer lebensmüde ist, denkt er entweder nochmal drüber nach und lebt weiter, oder er bringt sich im stillen Kämmerlein selber um, ohne andere zu gefährden.
Dumme Leute denken: Hööö! Da kann ich ja gleich noch ein paar Leute mitnehmen, scheißegal, mir kanns dann ja wurscht sein! Wenn ich tot bin, kann ich net mehr innen Knast kommen! *dummes lachen*
Zitat
In diesem Fall hatte er sie von seinem Vater gestohlen der 18 Waffen und 4600 Schuss Munition
Zuhause aufbewahrt hatte - Wozu braucht ein Mensch 18 Waffen Zuhause?
Das einzige was man damit machen kann ist etwas zu töten.
Blablablubb. Waffen kann man auch sammeln, man kann damit auf Scheiben schießen, sie als Sportgerät benutzen. Gut, die Munition würde ich persönlich nicht zuhause aufbewahren, sondern im Verein oder sonstwo. Schon aus Prinzip. Aber sonst?
Mein Vater zum Beispiel hat 20 Jahre lang in einem Waffengeschäft gearbeitet. Eine seiner Aufgaben war es, bestellte Waffen an Kunden zu liefern (oder so ähnlich, irgendwas, wo man fahren muss). Aus Sicherheitsgründen musste er auf diesen Fahrten stets eine Schusswaffe mit sich führen. In diesen zwanzig Jahren kam es ein einziges Mal zu einem Überfall, aus dem mein Vater ohne jegliche Probleme auch ohne Waffengewalt entkommen konnte, da er es nicht als nötig sah, zur Waffe zu greifen - wahrscheinlich hat er in diesem Moment noch nicht mal an die Waffe gedacht.
Mein Vater besaß zu jener Zeit mehrere Schusswaffen. Drei, wenn ich nicht sehr irre. Er besaß jedoch keine Munition, die erwarb er immer an Ort und Stelle am Schießstand. Ihm wäre es niemals in den Sinn gekommen, diese Waffen zum Schaden anderer zu benutzen. Niemals. Es war ein Sport, und das wars auch.
Ich bin Bogenschütze. Was kann man mit einem Bogen schon machen, außer "etwas zu töten"? Das Schießen ist für mich keine Aggressionsbewältigung, kein Frustballern. Wer frustriert ist, kann sowieso nicht gescheit schießen. Nein, es geht rein um die Konzentration, die Körperspannung etc pp - Bogenschießen ist fast ein spirituelles Erlebnis.
Obwohl ich - rein theoretisch - einen Menschen mit einem einzigen Pfeil zum Krüppel machen könnte. Aber daran denk ich doch noch nicht mal.
Anderes Beispiel: Ein wütender Bergmann könnte mit seiner Spitzhacke jederzeit seinem Vorarbeiter, der ihn immer so schikaniert hatte, den Schädel einschlagen. Er tut es aber nicht, weil er in seiner Spitzhacke kein Mordinstrument sieht, sondern ein Werkzeug, das dazu dient, Steine zu zerkleinern.
Faden verloren, aber egal.
Zitat
Die Politiker sollen sich besser dafür einsetzten dass der Erwerb von Waffen erschwert wird.
Deutschland hat bereits das zweitschärfte Waffengesetz Europas. Das einzige, woran man im Waffengesetz noch etwas feilen könnte, wäre ein Zwang zur sicheren Aufbewahrung. Stichprobenartige Kontrollen könnten nicht schaden.
Zitat
Die United States Army ist in vielfältiger Weise auf dem Computerspielemarkt aktiv. Bei dessen Erscheinen 1993 setzte sie Doom zu Trainingszwecken ein.
TOLL!!!
Hast du jemals Doom gespielt? Weißt du, wie elends unrealistisch das ist? Weißt du, wie grottenprimitiv das ist? Zu Trainingszwecken taugt das mal GAR nix. Die Soldaten, die daran "trainiert" haben, haben es wohl weniger als Training gesehen als vielmehr eine bezahlte Spielstunde. Und mehr ist es auch nicht.
Die anderen Spiele, die von der US Army mitentwickelt wurden (Full Spectrum Warrior z.B.) setzen nicht auf blinde Ballerei (und nichts anderes ist Doom 1!), sondern auf Kooperation im Team, absoluten Realismus, Strategie und Verantwortung gegenüber den Kameraden. Bei diesen Spielen lernt man nicht "schießen" (wie auch? mit der Maus?), sondern in kniffligen Gefechtssituationen sinnvoll zu handeln. Schießen lernt man so oder so nur auf dem Schießstand.
Ach ja, und die Angelegenheit von wegen die US Army hätte das Genre der Ego-Shooter begründet, um die Hemmschwelle der Soldaten herunterzusetzen, ist ja wohl mal der größte Bullshit wo gibt. Da wäre es weitaus sinnvoller, die Rekruten in der Grundausbildung auf die Hasenjagd zu schicken, anstatt sie CS zocken zu lassen. Ein bisschen gesunder Menschenverstand und zwei Minuten Recherche zeigen eindeutig auf, dass dies nicht stimmen KANN.
Gruß,
Bro