Aaaaah... Ein Thread nach meinem Geschmack. Gehobene, intellektuelle Konversation. Da will ich gleich mal meine Meinungen äußern:
Meister Rahl sagte am 3.01.2007, 02:32:
Übrigens denkt man mit 13 zwar schon bis zu einem gewissen Grad eigenständig, aber man ist zumeist noch sehr einfach beeinflussbar und hat selten eine völlig feste Meinung und unterliegt meist stark dem Gruppenzwang, mag nicht auf alle zutreffen aber auf sehr viele, zugeben tuts nur keiner.
Also ist man erst erwachsen, wenn man sich nicht mehr beeinflussen lässt und Freidenker ist? Ich zum Beispiel war schon immer sehr individuell, habe mir nichts aufschwatzen lassen, bin nie mitgezogen, wenn es hieß: "Ey, Matze, gehste am Freitag mit zur Dani? Wir wolln uns besaufen." Dann pflege ich für gewöhnlich eine Moralpredigt zu halten. Alles, was ich dabei sage, meine ich vollkommen ernst. Ich habe gesehen, was Alkohol anrichten kann, und möchte niemandem wünschen, dass er selbst so tief sinkt. Das klingt wie ein billiges Klischee, sicher, aber es ist tatsächlich so, und ich beobachte hin und wieder, dass sich jemand das zu Herzen nimmt und Spirituosen, Bier und Wein nur noch in Maßen genießt.
Bin ich nun erwachsen, weil ich mich nicht von Gruppen beeinflussen lasse, oder unreif, weil ich mich querstelle und meine, die Welt verändern zu können? Ich weiß es nicht.
Latituder sagte am 7.01.2007, 01:44:
ich muss sagen: Nette Diskussion...
Ich glaub auch, dass sich die Jugend geändert hat... Das merkt man richtig auf meiner Schule (Gymnasium)..die neuen werden immer frecher und beleidigen die älteren (bin 15, die so 10 oder sowas)... als wir so alt waren haben wir nicht im Traum daran gedacht Ältere zu beleidigen...
Nennt mich Langweiler, aber ich bin 15 und habe noch nie geraucht oder getrunken (nicht mal nen bisschen)
Und ich habe es auch in nächster Zeit nicht vor... wer macht sich schon freiwillig seine Gesundheit im Arsch (Trinken in Maßen ist ja ok, aber Rauchen ist Schwachsinn!)
DAbei kommt es aber nur in manchen Aspekten auf das Umfeld an... das mit den Rauchen, Kiffenm Saufen und Prügeln ist wohl stärker auf Hauptschulen vertreten. Jedoch meine ich (weiß net wirklich obs stimmt), dass auf Hauptschulen mehr Respekt gegenüber Älteren existiert. Da gibts harte Regeln...Frech...aufs Maul...(Mein ich zumindest... hab da manche Erfahrungen...)
Das Ganze kommt aber natürlich sehr auf die Erziehung an. Ich habe das Vorurteil (vll isses keins), dass die meisten jungen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zumindest teilweise versagen. Später jedoch kommt es wirklich auf das Umfeld, hauptsächlich Schule, an.
Ob die Jugend nun insgesamt verkommen ist...schwer zu sagen...ich glaube das ist sehr unterschiedlich je nach Umfeld...
Du sprichst mir aus der Seele... Ich bin auf einem der besten öffentlichen Gymnasien Hessens, und hier gibt es so gut wie keine Gewalt, Mobbing oder Diebstahl. Mobbing ist sicher ein Thema bei uns, jedoch beschränkt sich das Ganze auf Abweisen eines Schülers, nicht jedoch Verschwörungen gegen ihn oder tätliche gewalt. Sicher, auch Ausschluss ist schlimm genug. Ich habe es selbst erfahren. Aber wenn ich mir erzählen lasse, wie es auf anderen Schulen abgeht, bin ich doch froh, auf diesem Gymnasium zu sein.
Auch teile ich deine Meinung über Alkohol und Tabak. Auch ich trinke gerne mal, wenn ich abends mit meinen Eltern in der Gaststätte sitze, einen Ebbelwoi oder ein Bierchen mit. Aber es würde mir nie, nie in den Sinn kommen, mich um den Verstand zu saufen.
Und wie stehe ich zu Drogen? Nun, ich habe einmal an einer Haschpfeife gezogen. War ganz spaßig, aber am nächsten Morgen war mir schlecht, ich hatte einen trockenen Hals und war so hungrig, dass ich den halben Kühlschrank leergefressen hab, ergo: Auch das ist vollkommen unnötig und dumm
So. Ich habe lange keinen so langen Post mehr verfasst. Ist auch wahrlich genug für heute.
Dieser Beitrag wurde von Bro_Azrael bearbeitet: 17. Januar 2007 - 23:28 Uhr